Testkauf: Billige Lebensmittel um 20 Prozent teurer
Billig - doch manchmal nur auf den ersten Blick. Testeinkäufe in Wiener Supermärkten zeigen eine Preissteigerung um bis zu 72 Prozent binnen 14 Monaten.

Foto © APA
Gerade die billigsten Lebensmittel werden besonders
rasch teurer: Diese Bilanz hat am Dienstag die Arbeiterkammer aus
Testkäufen in elf Wiener Supermärkten gezogen. Demnach seien die
Preise für die jeweils preiswertesten Lebensmittel in 13
Produktgruppen zwischen Dezember 2006 und Februar 2008 um rund 20
Prozent gestiegen - mehr als beim klassischen
Verbraucherpreisindex-Warenkorb. Der Billig-Warenkorb koste nun 22,60
anstatt 19 Euro, so Harald Glatz von der AK in einer Aussendung.
Teure Produkte. Manche Lebensmittel liegen dabei noch weit über der
durchschnittlichen Preissteigerung, wie etwa die Teigwaren, bei denen
die AK einen Anstieg von 72 Prozent erhob. Auch Sonnenblumenöl mit 41
Prozent, Mehl mit 27 Prozent und Butter mit 22 Prozent liegen über
dem Gesamtschnitt. Geringer fielen die Steigerungen beim Mischbrot
aus, das zwölf Prozent teurer wurde, bei der Milch, die um elf
Prozent mehr kostete und beim Gouda mit 15 Prozent Zuwachs.
Preisschübe. Dabei habe es nicht zuletzt zwischen Dezember 2007 und Februar
2008 einen Preisschub in gewissen Sektoren gegeben, beklagte die AK.
Bei Teigwaren seien hier die Preise um 28 Prozent, bei Eiern um acht
Prozent und bei Sonnenblumenöl um 6,5 Prozent in die Höhe geschnellt.
Allerdings seien einige Produkte in diesem Zeitraum auch billiger
geworden, so Mischbrot, das zehn Prozent weniger kostete als im
Dezember oder Flaschenbier, das um ganze zwölf Prozent billiger war.
Grundpreise beachten. Für Verbraucher sei es deshalb immer wichtig, auf die Grundpreise
der Lebensmittel zu achten, empfiehlt AK-Mitarbeiter Glatz. Außerdem
fänden sich meist die wirklich wichtigen Produkte auf Kniehöhe in den
Regalen, während die weniger notwendigen auf Augenhöhe platziert
seien.















-Anzeigen