Statt Quoten, Kriterienkatalog für Zuwanderung
Industriellenpräsident schlägt Alarm.
"In dieser Schärfe gab es das Facharbeiterproblem noch nie", gesteht der Präsident der Industriellenvereinigung, Othmar Petschnig. 75 Prozent der Kärntner Industriebetriebe suchen dringend Facharbeiter. Und dies trotz abflachender Konjunktur. "Für die Betriebe ist das ein weit größeres Problem als die Steuerreform und die Lohnnebenkosten-Senkung", weiß Petschnig.
Ausgebildete HTL-Absolventen. 73 Prozent der Betriebe würden gut ausgebildete HTL-Absolventen einstellen, 59 Prozent Lehrlinge, 42 Prozent FH-Absolventen, 37 Prozent Universitätsabgänger. Nur vier Prozent wollen HAK-Absolventen.
Demoskopische Entwicklung. In Kärnten wird die Situation zusätzlich durch die demoskopische Entwicklung und die verstärkte Abwanderung junger Leute ins Ausland verschärft. Der Industriellenpräsident fordert daher, die Zuwanderungspolitik völlig neu zu überdenken: "Weg vom Quotensystem, hin zu einem Kriterienkatalog für kontrollierte Zuwanderung." Kanada wäre ein gutes Beispiel. Dort dürfe nur einwandern, wer besondere Kriterien, wie passende Ausbildung für den Arbeitsmarkt oder Sprachen vorweisen könne. Dass die in Österreich dringend benötigten Forscher aus der Quote herausfallen würden, sei immerhin ein kleiner Fortschritt. Das Fatale dabei: Der Fachkräftemangel ist kein österreichisches, sondern ein europäisches Problem.














