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    Zuletzt aktualisiert: 20.02.2008 um 20:28 Uhr

    "Aasgeier" drücken den Holzpreis in den Keller

    Mit 63 Euro hat der Holzpreis einen Tiefststand erreicht. Die Landwirtschaftskammer ortet Preisdumping und übt scharfe Kritik am Vorgehen von Holz- und Sägeindustrie.

    Foto © APA

    Wie die Aasgeier haben sie sich auf die Waldbesitzer gestürzt", findet Johann Resch, Vizepräsident der Landwirtschaftskammer, scharfe Worte für die Vorgehensweise einiger Sägewerk- und Holzverarbeitungsbetriebe nach der Sturmkatastrophe "Paula". Der Kritikpunkt: Einige Betriebe hätten die Situation der Bauern ausgenutzt und den Holzpreis in den Keller getrieben.

    Tiefstand. War ein Festmeter Holz vor "Paula" rund 85 Euro wert, bekommen die Forstwirte nun 63 bis 70 Euro. Diesen Tiefstand gab es seit mehr als zehn Jahren nicht. "Der Preis hätte nicht unter 70 Euro sinken dürfen", kritisiert Resch. Denn die vier Millionen Festmeter Holz, die dem Sturm zum Opfer fielen, hätten "am Markt Platz", betont er.

    Kritik. "Namhafte Vertreter der Sägeindustrie haben einen fairen Holzpreis vereitelt", kritisiert auch Landwirtschaftskammer Präsident Gerhard Wlodkowski. Durch gemeinsames Vorgehen von Säge- und Holzindustrie mit den Waldbesitzern wäre der Windwurf ohne zusätzlichen Schaden für alle Beteiligten geblieben, heißt es.

    Preis-Dumping. Konsequenzen haben daraus am Mittwoch die Bundesforste gezogen. "Wir haben Verträge mit einem Sägeunternehmen aus der Steiermark und einem aus Salzburg gekündigt, denn sie haben sich am Preis-Dumping beteiligt", erklärt dazu Bernhard Schragl von den Bundesforsten. Doch er betont: "Dabei handelt es sich um zwei Ausnahmefälle."

    Schwarze Schafe. Darauf pocht auch Joachim Reitbauer, Geschäftsführer der Holzindustrie in der Wirtschaftskammer Steiermark: "Es mag ein schwarzes Schaf geben, doch die Sägeindustrie hat sich sehr fair verhalten." So wurden zusätzliche Holzmengen aufgenommen, nun seien die Sägewerke selbst in der Zwickmühle. "Reitbauer verweist zudem darauf, dass der Holzpreis aufgrund des zunehmenden Drucks am internationalen Markt auch ohne "Paula" etwas gesunken wäre. Er warnt nun vor Panikverkäufen und betont: "Wir sind um eine Partnerschaft mit den Waldbesitzern bemüht."

    Waldverband. Auch Resch appelliert an die Geschädigten, Ruhe zu bewahren und sich bis Freitag an den Waldverband zu wenden: "Hier garantieren wir einen gerechten Preis für alle."

    ELISABETH PÖTLER

    Fakten

    "Operation Paula" heißt der Krisenplan von Land-
    wirtschaftskammer und Waldverband. Bis zum 22. Februar müssen die Wald-
    besitzer dazu ihre Schadens-
    fläche
    melden. Eine Pool-Lösung für alle Geschädigten garantiert dann stabile Preise unabhängig vom Zeitpunkt der Aufarbeitung.

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