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Zuletzt aktualisiert: 13.02.2008 um 23:27 Uhr

Textilien erzeugen Strom mit Nanotechnik

Etwa ein Quadratmeter Stoff würde genug Strom für ein Handy erzeugen.

Die neueste Entwicklung in der Nanotechnologie

Foto © ReutersDie neueste Entwicklung in der Nanotechnologie

US-Wissenschafter haben ein nanotechnisches Verfahren entwickelt, das im Wortsinn zu elektrisierender Kleidung verhelfen kann. Schon der Herzschlag des Trägers, Schritte oder ein leichter Wind reichten aus, um winzige, an textilen Mikrofasern angebrachte Nanodrähtchen zu bewegen und aus deren Verformung Strom zu gewinnen, schreiben die Forscher in der jüngsten Ausgabe des britischen Fachjournals "Nature" (Bd. 451, S. 809).

Mechanische Energie. Zhong Lin Wang und Kollegen vom Georgia Institute of Technology in Atlanta (US-Staat Georgia) ließen dazu Zinkoxid-Nanodrähte sternförmig an Textilfasern wachsen und verarbeiteten diese Fasern dann zu Garn. "Indem zwei Fasern sich verhaken und die Nanodrähte bewegen, wird mechanische Energie mittels eines piezo-elektrischen Halbleiter-Prozesses in Elektrizität umgewandelt", erläutern die Forscher. Der bereits Ende des 19. Jahrhunderts entdeckte Piezoeffekt beschreibt die Eigenschaft mancher Kristalle, bei Verformungen eine elektrische Spannung zu erzeugen. Das wird heute in zahlreichen Geräten ausgenutzt, darunter Tintenstrahldrucker, Quarzuhren und elektrische Feuerzeuge.

Strom für ein Handy. Etwa ein Quadratmeter ihres Stoffs würde ausreichen, um bis zu 80 Milliwatt Strom zu erzeugen - genügend für elektronische Kleingeräte wie Handys oder auch kleine militärische Sensoren, berichten die Wissenschafter. Das Verfahren sei so robust, dass die damit ausgerüsteten Stoffe hochbeweglich, faltbar und - etwa als "Power-Shirt" - tragbar seien. Aber auch etwa bei Zeltleinwänden könne die Technik zum Einsatz kommen.


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Bild vergrößernZhong Lin Wang mit den Zinkoxid-NanodrähtenFoto © Reuters

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