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Zuletzt aktualisiert: 04.02.2008 um 20:11 Uhr

Beschäftigten-Plus für Kärnten

Im Jänner um 6216 Beschäftigte mehr. Durch das Ergebnis spart sich das AMS Geld und kann mehr für Schulungen von Arbeitslosen ausgeben.

Josef Sibitz, Leiter des Arbeitsmarktservice Kärnten, kann es selbst fast nicht fassen: "Um 6216 mehr Beschäftigte als vor einem Jahr - das ist sensationell."

198.693 Beschäftigte. Im Jänner registrierte das AMS Kärnten 198.693 Beschäftigte. Das ist ein Plus von 3,2 Prozent und damit der - relativ gesehen -größte Zuwachs an Beschäftigten aller Bundesländer.

Beschäftigungs-Zuwachs. Um die Dimension des Beschäftigungs-Zuwachses von 6216 Personen zu veranschaulichen: Im Jänner 2007 gab es in Kärnten ein Beschäftigungs-Plus von 2700 Personen, im Jahr 2004 um 425 Personen und im Jänner 2002 registrierte man sogar gar ein Minus von 1359 Beschäftigten.

Teilzeitjobs. Sibitz weist allerdings darauf hin, dass in der Statistik auch die Teilzeitjobs angeführt sind, die -vor allem bei Frauen - steigen. Den größten Anteil am Beschäftigten-Plus haben die saisonabhängigen Branchen Bau und Tourismus. Aber auch die Metall verarbeitende Industrie, die einen Beschäftigten-Höchststand hat.

Arbeitslosenquote. Wenn die Zahl der Beschäftigten steigt, geht die Arbeitslosenquote zurück. Im Jänner von 11,4 Prozent im Vorjahr auf 10,1 Prozent. Österreichweit beträgt die Arbeitslosenquote 7,5 Prozent, im Vorjahr waren es 8,4 Prozent.

Kärntner AMS. Was bedeutet das Plus von Beschäftigten für das Budget des Kärntner AMS? "Wir sparen uns dadurch ein, doch das Geld bleibt uns nicht", sagt Sibitz. Bei einem Beschäftigten-Plus von 6000 sind das immerhin 3,6 Millionen Euro pro Monat. Doch: Entweder das Geld wird als Rücklage für schlechtere Zeiten angelegt oder es fließt ins Budget.

Budgejtposten. Auch beim Budgetposten Förderungen bleibt Geld übrig, das verfällt, wenn es nicht verbraucht wird. Sibitz: "Wir können mit den Überschüssen Problemgruppen besser fördern." Langzeitarbeitslose schulen, Fachkräfte ausbilden oder Programme für Frauen in technische Berufe initiieren.

E. TSCHERNITZ-BERGER

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