Strabag kauft italienische Baufirma Adanti
Die in Bologna ansässige Baufirma hatte zuletzt einen Jahresumsatz von 160 Millionen Euro, über den Kaufpreis hüllt man sich in Schweigen.

Foto © APAStrabag-Chef Haselsteiner zieht es in den Süden
Der börsenotierte Baukonzern Strabag hat die in Bologna ansässige Baufirma Adanti SpA zur Gänze erworben. Verkäufer des Unternehmens mit einem Jahresumsatz von 160 Millionen Euro und 370 Beschäftigten ist die S.E.C.I., die Holding des Konzerns Maccaferri. Adanti soll mittelfristig als eines der führenden Bauunternehmen am italienischen Markt positioniert werden, teilte Strabag am Montag mit. Über den Kaufpreis wurden keine Angaben gemacht.
Neuer Mitspieler in Italien. Mit der Übernahme von Adanti sei endgültig der Einstieg in den italienischen Markt erfolgt, das Unternehmen sei in Italien in allen Segmenten tätig und verfüge über spezifisches Know-how im Bereich Tunnelbau. Für Adanti stelle der Eigentümerwechsel ein enormes Wachstums- und Entwicklungspotenzial dar, so die Strabag.
"Passt hervorragend". "Adanti passt hervorragend zu uns. Ihre hohe technische Kompetenz und Marktstellung gibt uns nun die Gelegenheit in Italien das Flächengeschäft in allen Segmenten voranzutreiben", so Strabag-Chef Hans Peter Haselsteiner. Das Strabag-Auftragsbestand inm Italien (ohne Adanti) beläuft sich auf etwa 450 Millionen Euro.
Großprojekte. Gegenwärtig in Fertigstellung befindliche Großprojekte, an denen Adanti beteiligt ist, sind die Verbindungsstraße von SS527 (Bustese) zur SS11 (Padana Superiore) in der Provinz Mailand sowie der Vollausbau eines Abschnittes der Eisenbahnlinie Cagliari - Golfo Aranci in Kalabrien. Beide Projekte weisen einen Auftragswert von je 135 Millionen Euro auf. Die Anteile Adantis betragen 60 Prozent bzw. 50 Prozent.
Features
Stark wachsend
Der Bausektor gehört zu den dynamisch wachsenden
Wirtschaftszweigen Italiens und wies 2006 ein Wachstum von 6,5
Prozent auf 146 Milliarden Euro auf. Zwischen 1998 und 2006 wurde ein
Wachstum der Bauwirtschaft von über 25 Prozent bei einem
gleich-
zeitigen Wirtschaftswachstum von 11,3 Prozent beobachtet.














