Österreichs Trafikanten verkaufen auch Getränke
Die Erweiterung des Sortiments könnte den Trafiken ab Februar ein zusätzliches Einkommen bescheren.

Foto © Erwin Scheriau
Seit Jahresbeginn dürfen die heimischen Trafikanten
neben Zigaretten und Zeitungen auch bestimmte alkoholfreie Getränke
bis 0,5 Liter verkaufen. Dies soll die Trafikanten, die durch billige
Zigarettenimporte aus den EU-Ostländer in Bedrängnis geraten,
unterstützen. Getränkehersteller Coca-Cola und Vöslauer nutzen die
Gunst der Stunde und werden ihre Produkte bald in den Trafiken zum
Verkauf anbieten.
Cocal-Cola ist der Anfang. Coca-Cola möchte den Verkauf in den Trafiken ab Februar starten.
Potenzial sieht der Getränkehersteller in rund 3.000 der mehr als
7.200 heimischen Trafiken. In wie vielen Tabakläden die Getränke
tatsächlich verkauft werden, kann derzeit noch nicht gesagt werden.
Die möglichen Trafiken werden derzeit "durchforstet", erklärte Monika
Polster von Coca-Cola Österreich der APA. Wie sich das Geschäft in
den Trafiken auf den Umsatz auswirken wird, kann auch noch nicht
abgeschätzt werden.
Auch Vöslauer im Gespräch. Konkurrent Vöslauer möchte die heimischen Trafiken ebenfalls für
sich gewinnen. Die Ottakringer-Tochter möchte künftig in der Hälfte
der heimischen Trafiken präsent sein. Die Kühlschränke der
Tabakgeschäfte sollen mit dem gesamten Vöslauer-Sortiment
(Mineralwasser, Balance, Biolimo) befüllt sein. Auch "Pepsi" und
"Pepsi light" werden in den Kühlschränken von Vöslauer zu finden sein
(die Limonade wird in Österreich von Ottakringer abgefüllt). Die
Getränke werden allerdings etwas teurer als im Handel sein, erklärte
Vöslauer-Chef Alfred Hudler gegenüber der APA. Um wie viel höher der
Preis sein wird, konnte Hudler aber nicht sagen.
Weitere Marken. Coca-Cola wird die Kühlgeräte vor allem mit dem Cola-Sortiment
(Coke, Coke light, Coke Zero) und Mineralwasser der Tochterfirma
Römerquelle bestücken. Wenn Bedarf besteht, werden die Kühlschränke
auch mit Sprite oder Fanta befüllt, erklärte Polster. Als
Kooperationspartner konnte der Getränkeriese den
Energydrink-Hersteller Red Bull gewinnen. Die Getränke der Salzburger
Firma werden auch in den Kühlgeräten stehen.
Zusätzliches Einkommen. Wie berichtet, wurde im vergangenen November das
"Trafikantenpaket" geschnürt. Das Paket soll Trafikanten, die durch
billige Zigarettenimporte unter Druck geraten, ein zusätzliches
Einkommen bescheren. Neben dem Verkauf von Mineralwasser, Energy
Drinks und kohlensäurehältigen Limonaden dürfen Trafikanten nun auch
Gutscheine, Wertkarten und nikotinhaltige Tabakwaren-Ersatzprodukte
verkaufen.














