Privatkonkurse explodierten im letzten Jahr
Laut einer aktuellen Studie gab es fast 15.000 Unternehmenspleiten und Privatkonkurse im Jahr 2007. Während die Zahl der Firmenpleiten zurückgeht, steigt die Zahl privater Konkurse.

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Die Zahl der Firmenpleiten und der Privatkonkurse ist
im Vorjahr um 4,8 Prozent oder um 689 Fälle auf 14.942 Insolvenzen
gestiegen und hat damit einen neuen Höchstwert erreicht. Dies geht
aus der am Donnerstag veröffentlichten Insolvenzstatistik 2007 vom
Alpenländischen Kreditorenverband (AKV) hervor. Während die
Unternehmenspleiten um 5,8 Prozent auf 6.301 Fälle zurückgingen,
nahmen die Privatkonkurse dramatisch um 14,3 Prozent auf 8.641 Fälle
zu.
Arbeitsplätze gefährdet. Österreichweit wurden im Vorjahr 25.403 Arbeitsplätze durch
Pleiten gefährdet, das waren um 3.757 weniger als im vorangegangenen
Jahr. Die Passiva gingen auf 3,43 Mrd. Euro nach 3,63 Mrd. Euro davor
zurück.
Branchen im Überblick. Nach Branchen waren Gastronomie und Hotellerie auch 2007 am
insolvenzanfälligsten, gefolgt vom Bauhaupt- und vom Baunebengewerbe
und den Transportunternehmen.
Verschuldete Haushalte. Im Bereich der über ihre Verhältnisse verschuldeten privaten
Haushalte stelle die ungebremst anschwellende Flut zahlungsunfähiger
Personen eine permanente zunehmende Herausforderung aller beteiligten
Institutionen dar, so der AKV. Überlegungen, durch legistische
Maßnahmen zahlungsunfähige Private möglichst früh aus dem System der
Einzelrechtsverfolgung der Gläubiger in die insolvenzrechtliche
Generalexekution überzuleiten, sei richtig. Ebenso wichtig werde es
aber sein, dass am Ende auch eines allfälligen neuen Typs von
Schuldenregulierungsverfahren die Restschuldbefreiung ein Akt der
Gläubigerautonomie (Zahlungsplan) oder der richterlichen Entscheidung
über das Erreichen der gesetzlichen Mindestquote von 10 Prozent
(Abschöpfungsverfahren) unter Berücksichtigung von Billigkeitsgründen
bleibt.
Features
Fakten
Die meisten Pleiten gab es im Vorjahr mit 4.802 Fällen in Wien,
gefolgt von Ober-














