EU-Kommission will Österreich wegen Zigaretten-Mindestpreisen klagen
Einen formellen Beschluss will die EU-Kommission am kommenden Mittwoch treffen. Auch Irland soll in derselben Angelegenheit verklagt werden.

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Die EU-Kommission wird Österreich wegen der
geltenden Mindestpreise im Einzelhandel für Zigaretten vor dem
EU-Gerichtshof klagen. Eine entsprechende Entscheidung will die
Kommission am kommenden Mittwoch treffen, verlautete am Freitag aus
EU-Kreisen in Brüssel. Auch Irland werde in derselben Angelegenheit
eine Klage aus Brüssel bekommen.
Verstoß gegen EU-Recht.
Nach Ansicht der EU-Kommission verstoßen Mindestpreise für
Zigaretten gegen EU-Recht. 1998 hatten die EU-Richter der Kommission
in einem Urteil gegen Griechenland recht gegeben. Damals hat der EuGH
festgestellt, dass Mindestpreise nicht erforderlich sind, da sich das
Ziel des Gesundheitsschutzes durch eine höhere Besteuerung von
Tabakwaren erreichen lässt. In einem anderen Urteil gegen Frankreich
kam der Europäische Gerichtshof zu dem Ergebnis, dass Mindestpreise
gegen EU-Recht verstoßen, da dies zwangsläufig die Freiheit der
Hersteller und Importeure beschränke, ihren Verkaufspreis selbst
festzusetzen.















