Otto Versand wieder vollständig in Familienhand
Mit Übernahme enden auch Unstimmigkeiten zwischen den Familien Otto, Brost und Funke.

Foto © ReutersZog sich im Herbst aus dem Vorstand zurück: Michael Otto
Das deutsche Versandhaus Otto ist nach
mehr als 45 Jahren wieder vollständig in der Hand der Gründerfamilie.
Die Familie Otto habe zum Jahresende die 25-Prozent-Beteiligung der
Eigentümer der WAZ-Verlagsgruppe, die Familien Brost und Funke,
übernommen, teilte die Otto Group am Mittwoch mit. Brost und Funke
waren 1962 bei dem Versandhaus eingestiegen, um die Expansion von
Firmengründer Werner Otto zu finanzieren.
Geld für Expansion. Otto sei keine strategische Beteiligung gewesen, sagte der
Bevollmächtigte der Funke-Gruppe, Stephan Holthoff-Pförtner, der
Nachrichtenagentur Reuters. Die Verlagsgruppe könne sich nun im
Kerngeschäft besser aufstellen. In Eignerkreisen wurde der Preis für
die Anteile auf rund eine Milliarde Euro beziffert. Das Geld kann die
Verlagsgruppe gut für die Auslandsexpansion gebrauchen. Zuletzt
kündigte die WAZ den Einstieg in den russischen Zeitungsmarkt an.
2005 hatte sich die WAZ bereits von ihrem Anteil an RTL getrennt.
Interesse an Rückkauf. Mit der Übernahme enden auch Unstimmigkeiten zwischen den Familien
Otto, Brost und Funke, etwa um die Renditeansprüche der
WAZ-Eigentümer an Otto. Der heutige Aufsichtsratschef Michael Otto -
Werner Ottos Sohn - hatte seit Jahren Interesse an einem Rückkauf der
Anteile bekundet. Die Verhandlungen über den Ausstieg hätten sich
über mehr als ein Jahr hingezogen, hieß es in dem Zeitungsbericht.
Rückzug aus dem Vorstand. Michael Otto hatte sich Ende September 2007 aus dem Vorstand
zurückgezogen.
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Fakten
Der im Jahr 1949 gegründete Konzern setzte im
Geschäfts-














