Rückenwind für Ökostrom
Betreibern von Biogasanlagen soll nach hohem Kostendruck das Überleben gesichert werden. Bei Tarifen noch keine Lösung, aber Nachdenken.

Foto © APARückenwind für Ökostrom
In Tauziehen um die Novelle zum Ökostromgesetz ist nun zumindest eine Lösung für die Betreiber von Biogas-Anlagen ins Auge gefasst worden: Nach einem Gespräch mit den Agrar- und Umweltreferenten der Länder, darunter VP-Landesrat Hans Seitinger, sagte Wirtschaftsminister Martin Bartenstein zu, dass es zu einer Abfederung der massiv gestiegenen Kosten für den Rohstoff Mais kommen soll.
Nicht wirtschaftlich.
Diese Preissteigerungen, die mit dem Weltmarkt zusammenhängen, hatten dazu geführt, dass die Anlagen mit dem vorgesehenen Einspeistarif nicht mehr wirtschaftlich zu führen waren. Hätten alle Pleite gemacht, hätte dies einen massiven Imageschaden für die Ökostromindustrie insgesamt zur Folge gehabt, eine abschreckende Wirkung quasi, für potenzielle Investoren.
Wenig Hoffnung gibt es in bezug auf die Einspeistarife insgesamt, die auf Betreiben der Industrie niedrig bleiben sollen. Insbesondere Betreiber von Kleinanlagen können damit nicht kostendeckend arbeiten.
Gesunken.
Die Begutachtungsfrist der Gesetzesnovelle läuft noch bis zum 7. Jänner, und die Befürworter der erneuerbaren Energieträger laufen Sturm dagegen. Der Prozentsatz des Einsatzes von Alternativenergie hat zwar in den letzten Jahren zugenommen, wie auch der Umweltschutzbericht des Landes bestätigt. Allerdings: Prozentuell ist dieser Anteil am Gesamtaufkommen dennoch von 14 auf 12 Prozent gesunken, weil der Verbrauch so stark angestiegen ist. Inklusive Wasserkraft liegt man bei 25 Prozent.
Änderungen.
Der Landtag hatte beschlossen, bei der Regierung auf eine Änderung zu dringen. VP-Landesrat Seitinger kam von Bartenstein mit der Zusicherung zurück, dass eine Expertengruppe in den kommenden Wochen Alternativen durchdenken soll.














