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    Zuletzt aktualisiert: 13.12.2007 um 08:55 Uhr

    Gemüse wird Mangelware

    Wegen des mittlerweile sistierten Frächterstreiks droht Engpass.

    Streik bedroht den heimischen Handel

    Foto © APStreik bedroht den heimischen Handel

    Der Frächter-Streik bei unserem südlichen Nachbarn hat dramatische Auswirkungen auf die Gemüseversorgung Österreichs. Italien ist der größte Importeur von Obst und Gemüse, aber seit Montag werden die Großhändler nicht mehr beliefert. "Wir warten seit drei Tagen auf Lieferung. Salat, Tomaten und Zucchini sind bereits ausgegangen", klagt der Villacher Gemüseimporteur Klaus Vörös. Bei Produkten wie Rucola, Radicchio, Kopf- oder Endiviensalaten gäbe es zu Italien keine Alternativen.

    Fakten

    Nach Gewerkschafts-
    angaben hatten sich 90 Prozent der italie-
    nischen Frächter dem Streik angeschlossen. Der Ausstand war ursprünglich bis Freitag geplant.

    Lager leeren sich. Die Lager leeren sich zusehens und die voll beladenen Lkw stehen in Italien im Stau. "Unser Mann steht in Padua. Er könnte zwar Gemüse laden, wird aber an der Weiterfahrt gehindert", schildert Werner Flor der Firma Eurofrucht aus St. Veit, die vor allem Krankenhäuser beliefert. "Wir bekommen auch nichts aus Spanien und Frankreich, das meiste geht nämlich über Italien", klagt Vörös. Er beliefert die Hotellerie und Gastronomie, die bald auf Tiefkühl- und Dosengemüse umsteigen wird müssen. "Je länger der Streik dauert, desto schwieriger wird es", sagt auch Spar-Sprecherin Nicole Berkmann. Österreich importierte im Vorjahr 66.000 Tonnen Gemüse im Wert von über 72 Millionen Euro aus Italien.

    Streik. Am Mittwochabend hat sich die Lage in Italien gebessert. Der Streik wurde ausgesetzt. Das große Fragezeichen: Wie schnell wird sich der Verkehr wieder normalisieren? "Wer weiß, wann sich der Stau auflöst, so schnell komme ich nicht nach Hause", sagt Karl Heinz Kopp, dessen Truck mit Pago-Flaschen gestern noch voll geladen am Industriezentrum von Padua stand.

    Frächterverbände. Die Frächterverbände verlangten wegen der steigenden Treibstoffkosten und der Ost-Konkurrenz Unterstützung von der Regierung, die gestern überraschend zugesagt wurde. Lebensmittel und Treibstoffe sind aber bereits knapp, viele Tankstellen haben keinen Treibstoff mehr. Und selbst im Vatikan wurde Benzin rationiert: Jeder Angestellte durfte für maximal 20 Euro tanken.

    MANFRED NEUPER, ELISABETH TSCHERNITZ-BERGER

    Österreich

    Lkw-Fahrer blockierten den Zugang zur Brenneraut-obahn in der Nähe von Trient. Betroffen war auch der Raum Udine, rund um die A 23, sowie der Raum Treviso rund um die A4.

    Foto

    Bild vergrößernMit Straßenblockaden wurde das Autobahnnetz lahmgelegt

    Rechte der Bürger

    Die Regierung in Rom bezeichnete den Streik als illegal, weil es das Recht der Bürger auf Bewegungsfreiheit verletze.

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