Springe zu: Inhalt | Hauptnavigation | Seitenleiste | Fußzeile
26. Mai 2013 11:09 Uhr | Als Startseite
Neu registrieren
 
Kritik an Finanzierung des "Hypo-Alpe-Adria-Desasters" Hypo-Kunden können ruhig schlafen Voriger Artikel Aktuelle Artikel: Wirtschaft Nächster Artikel Kritik an Finanzierung des "Hypo-Alpe-Adria-Desasters" Hypo-Kunden können ruhig schlafen
Zuletzt aktualisiert: 19.11.2007 um 01:30 Uhr

Für neuen Kabeg-Chef fallen erste Würfel

Strutz und Schantl pokern heute Ausschreibung für Sonnberger-Nachfolger aus. Logischer Favorit Wetzlinger will nicht Favorit sein.

Ich will die Bestellung des neuen Kabeg-Vorstandes so zügig und korrekt abwickeln, wie ich es beim neuen Stadttheater-Intendanten Josef Köpplinger getan habe", verspricht Martin Strutz. Die ersten Würfel für den neuen Kabeg-Chef fallen heute. Dritter Landtagspräsident Strutz (BZÖ) sitzt als Aufsichtsratsvorsitzender der Spitalsholding mit Gesundheitslandesrat Wolfgang Schantl (SPÖ) zusammen, um die Ausschreibung für die Nachfolge des bisherigen Kabeg-Chefs Franz Sonnberger auszubaldowern. Schantl bekräftigt, "dass es ein fließender Übergang sein soll". Und dass ein Vorstand genügt.

ÖVP-Klubobmann Stephan Tauschitz verlangt eine professionelle Nachfolge-Suche mit internationaler Ausschreibung: "Das darf nicht von Landespolitikern beim Abendessen als Provinz-Posse abgehandelt werden." Um die Qualität der Gesundheit für die Zukunft zu sichern, verlangt Tauschitz einen Kabeg-Chef, "der totale freie Hand hat, aber auch totale Verantwortung, damit das LKH Neu funktioniert". Laut Schantl wird "über Personen noch gar nicht gesprochen. Es gibt keinen Favoriten."

Logischer Favorit. Einen logischen Favoriten gibt es aber schon: Herwig Wetzlinger. Im Jahr 2000 holte Sonnberger Wetzlinger vom Verbund-Konzern zur Kabeg, damit er im Spitalsverbund ein neues EDV-System implantiert. 2002 wurde der Diplomingenieur der Elektrotechnik, der von der ÖDK zum Verbund gekommen war, zum kaufmännischen Direktor des LKH Klagenfurt bestellt. Wetzlinger, der nach seinem Technik-Studium auch den General-Management-Kurs an der Universität St. Gallen absolviert hatte, ist als LKH-Direktor der wichtigste Umsetzer des Neubau-Projekts beim LKH Klagenfurt. Er würde nach Sonnberger Kontinuität in den Landesspitälern bedeuten.

Operativer Umsetzer. "Ich sehe mich weder als Favorit, noch habe ich bisher überlegt, ob ich mich bewerbe", weist Wetzlinger die Rolle des Top-Anwärters auf den Kabeg-Vorstand zurück. "Ich habe im LKH Klagenfurt die operative Umsetzungsarbeit für das LKH Neu - die strategische Linie passiert in der Kabeg." Wetzlinger wünscht sich daher für die Kabeg einen Vorstand, der die erfolgreiche Sonnberger-Linie fortführt. "Das geht aber nur, wenn dafür die politischen Rahmenbedingungen stimmen. Hinter dem Kabeg-Vorstand müssen alle Parteien stehen - der braucht Qualifikation und Akzeptanz", so Wetzlinger.

Konzern mit Breite. Die Dimensionen der Aufgabe haben es tatsächlich in sich. Die Kabeg steuert mit einem kleinen Team von 22 Spezialisten einen Spitalskonzern mit 7600 Mitarbeitern und einer Bilanzsumme von 1,37 Milliarden Euro (2006). Eine Studie hat gezeigt, dass mit zwei Kabeg-Beschäftigten je ein weiterer Arbeitsplatz in Kärnten zusammenhängt. Das bedeutet, dass rund 5,5 Prozent aller unselbstständig Erwerbstätigen in Kärnten direkt oder indirekt von der Kabeg beschäftigt werden. Darunter sind bis 2012 rund 400 Arbeitsplätze am und um den Bau des LKH Neu in Klagenfurt.

Vor dem Hintergrund erscheint es im Nachhinein lächerlich, dass die Landespolitiker den Vorstandsjob in das Gehaltsystem von Landesbediensteten vom Beamten hinauf bis zum Gesundheitslandesrat zwängen wollten: in die so genannte Gehaltspyramide, die auch für Manager der Landesfirmen gelten soll. Der Vorhalt an Sonnberger, seine Forderungen würden darüber hinausgehen, ist präzise nicht nachrechenbar, denn die Gehaltspyramide ist ein Phantom.

Phantom Gehaltspyramide. Seit über einem halben Jahr wird sie zwischen BZÖ und SPÖ hin- und hergeschoben. Laut Landesrat Schantl liegt der angebliche Entwurf wieder bei Landeshauptmann Haider, weil die SPÖ ihn nicht akzeptiert hat. Haiders Sprecher Stefan Petzner war es auf Anfrage allerdings nicht möglich, die Gehaltspyramide herzuzeigen. Es verdienen daher auch Manager in vergleichsweise winzigen Landesgesellschaften munter drauflos wie Landesräte.

Schwer nachvollziehbar. Für Wetzlinger ist Sonnbergers Ausscheiden noch immer schwer nachvollziehbar: "Es ist nicht ganz verständlich, warum man nach einer erfolgreichen Periode mit großen Leistungen beim Gehalt nicht zusammengekommen ist." Für die Petition für Sonnberger wurden Wetzlinger und dutzende leitende Spitalsmitarbeiter vom SPÖ-Parteisekretär beschimpft, der von "Seilschaft" sprach. Sonnberger trat darauf aus der SPÖ aus. Herwig Wetzlinger bleibt bekennendes SPÖ- und BSA-Mitglied. Die "absolut indiskutable Aktion" des Sekretärs sei "einen Austritt nicht wert".

ADOLF WINKLER

KLEINE.tv

Sulm-Kraftwerk: Ein Hauch von Hainburg

Etwa 250 Menschen demonstrierten in Schwanberg gegen Ein Wasserkraftwerk...Bewertet mit 4 Sternen

 

Wirtschaftsblog

Roman Huber - Foto: Jürgen Fuchs

Kommentiert: Trends und News aus Wirtschaft und Hochfinanz.

 




Forum: Spüren Sie die Krise?

Fotolia: Light Impression

Kleine Zeitung Akademie

Wissen für Leser: Die Kleine Zeitung Akademie bietet Ihnen ein vielfältiges Angebot an Seminaren und Veranstaltungen zu den Themen Journalismus, Medien- und Öffentlichkeitsarbeit. Proftieren auch Sie vom Know-how unserer Mitarbeiter!

 

Wirtschaft-Fotoserien

Die Primus-Gala und ihre Gewinner 

Die Primus-Gala und ihre Gewinner

 

Lebe deinen Plan!

Service

 


Seitenübersicht

Zum Seitenanfang