Hopfige Preiserhöhung
Bier wird teurer - weltweit ebenso wie in Kärnten. Villacher und Hirter planen fünf Prozent Preiserhöhung. Grund: enorme Hopfen und Malzkosten.
Die Fußball-EM steht vor der Tür. Und auch wegen der steigenden Exporterwartungen dürfte Österreichs Bierabsatz in den kommenden fünf Jahren leicht steigen - um etwa fünf Prozent. Dennoch durchlebt die Branche bittere Zeiten - und mit ihr demnächst der Kärntner Konsument. Anfang nächsten Jahres stehen saftige Preiserhöhungen ins Haus. Bei Hirter und Villacher sind es mindestens fünf Prozent.
Hofen weltweit knapp. Wegen der weltweiten Hopfenknappheit sind die Preise zuletzt geradezu explodiert: "Noch im Vorjahr haben wir eine Tonne Braumalz um 250 Euro bekommen, jetzt kostet sie 550", sagt Dietmar Kert, Geschäftsführer der Hirter Brauerei. Ums Zehnfache ist laut Kert der Hopfenpreis gestiegen: "Ein Kilo kostete im Vorjahr 80 Euro, jetzt 800." Und dabei müsse man froh sein, die enorm knappen Rohstoffe, die übrigens rund 23 Prozent des Bierpreises ausmachen, überhaupt geliefert zu bekommen.
Wer oder was ist schuld? Hier muss einmal mehr die Verwestlichung Chinas herhalten. Der Bierkonsum dort steigt seit Jahren und tut es noch. Zudem waren die Ernten in den vergangenen Jahren schlecht, die Lager sind leer. Der gestiegene Hopfenpreis verursacht allein bei der Villacher Brauerei Mehrkosten von 1,2 Millionen Euro im Jahr.
Teuer. Die teure Energie schlägt sich noch drauf. Bier muss ja bekanntlich sieden - dafür braucht man Öl. Danach muss man es vier Wochen bei null Grad lagern - um es abzukühlen wird Strom benötigt. Auch die Auslieferung wird teurer: der Treibstoff. Die Kärntner Brauereien müssen reagieren. Zusätzlich zu Preiserhöhung in ein paar Monaten














