Götterbote bringt den Postfuchs in Bedrängnis
Seit Juli 2007 macht die zum Otto-Versand gehörende deutsche Hermes Logistikgruppe in Österreich der Post Konkurrenz. Künftig stellt auch Quelle ab 2008 die Pakete vorrangig über Hermes zu - das bedeutet Umsatzeinbußen von 20 Millionen Euro für 2008.

Foto © APADer Post stehen massive Einbußen ins Haus
Seit Juli 2007 ist die zum Otto-Versandhandel
gehörende deutsche Hermes Logistikgruppe in Österreich tätig und
macht der Post gehörig Konkurrenz. Nachdem seither schrittweise der
Post die Zustellung von Otto-Paketen abhandenkommt und zu einer
Belastung des Betriebsergebnisses (EBIT) von 20 bis 25 Millionen Euro
wirksam 2009 führt, stellt nun auch Quelle-Versand ab 2008 die Pakete
vorrangig über den alternativen Anbieter Hermes zu - mit einer
EBIT-Belastung von 20 Millionen Euro für 2008 als Konsequenz.
Millionen Pakete fallen weg.
Laut Hermes
zieht auch Neckermann ab 2008 den gesamten Paketdienst von der Post
ab. Die Post-Aktie sackte daraufhin um bis zu knapp 12 Prozent ab.
Das Paketvolumens von Quelle Österreich liegt bei rund sieben
Millionen Paketen pro Jahr, acht Millionen Pakete pro Jahr sind der
Post durch den Otto-Versand weggefallen. Quelle bestritt jedoch vehement, für Gewinnrückgänge in dieser Größenordnung verantwortlich zu sein.
Konsequenzen gefordert. "Die Österreichische Post AG muss diese Reaktion des Marktes zur Kenntnis nehmen und wird sich weiterhin bemühen, durch ihre hervorragende Qualität in der Zustellung jene Mengen wieder zurück zu gewinnen, die ihr verloren gehen", so die Post am Mittwoch in einer Aussendung. Post-Gewerkschaftschef Gerhard Fritz forderte am Mittwoch nach Bekanntwerden des teilweisen Abzugs von Quelle-Versandaufträgen in einer ersten Reaktion "sofortige Konsequenzen" für die Post-Manager, "die dieses Desaster zu verantworten haben".
Features
Aktie abgesackt
Die Post-Aktie sackte am Mittwoch gleich im Frühhandel um 12
Prozent ab. Bis 16 Uhr verbilligte sich das Papier sogar um 14,3
Prozent auf 24 Euro. Im Tagestief war das Papier auf bis zu 23,30
Euro gesunken. In ihren früheren Höchst-
ständen hatte die im
vergangenen Mai an die Börse gekommene Aktie beinahe 40 Euro
erreicht.
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Trotz alternativer Abgabestellen gerät die Post ins HintertreffenFoto © APA















