Kelag-Kauf der Wärme-Tochter von Esso Austria genehmigt
Bundeswettbewerbsbehörde hat keine Einwände gegen die Übernahme. Auslandsaktivitäten werden in eigenem Unternehmen gebündelt.
Der Kauf der Wärme-Tochter von Esso Austria,
der Österreichischen Fernwärmegesellschaft mbH (ÖFWG), durch die
Kärntner Elektrizitäts AG (Kelag) ist den Wettbewerbshütern kein Dorn
im Auge. Die Bundeswettbewerbsbehörde habe den Deal genehmigt, teilte
die Kelag am Montag in einer Aussendung mit. Das Kaufverfahren werde
bis Jahresende abgeschlossen sein, so Kelag-Vorstand Hermann Egger.
Fernwärmegesellschaft.
Die Fernwärmegesellschaft erzielte zuletzt mit 100 Mitarbeitern
einen Jahresumsatz von 60 Mio. Euro. Sie betreibt in Österreich rund
400 Nah- und Fernwärme-Anlagen und verkauft pro Jahr rund 800 Mio.
Kilowattstunden Wärme. Das ist exakt so viel wie die Kelag-Tochter
Wärmebetriebe GsmbH im vergangenen Jahr verkauft hat. Mit dem Erwerb
der Esso-Tochter will die Kelag ihre Marktposition in Österreich
stärken, so der Vorstand.
Südeuropa.
"Nach dem Erwerb der ÖFWG können wir nun an der Umsetzung unserer
strategischen Ziele im südosteuropäischen Wärmemarkt arbeiten",
erklärte Egger. Als nächster Schritt sollen die Wärmeaktivitäten im
Ausland in einem eigenen Unternehmen, der Wärmebetriebe
International, gebündelt werden. An diesem Unternehmen beteiligt sich
Kelag-Partner RWE mit 49 Prozent. "Im südosteuropäischen Wärmemarkt
werden wir gemeinsam mit unserem strategischen Partner auftreten",
sagte Egger.














