Industriellenvereingung schlägt Alarm
IV-Präsident Othmar Petschnig befürchtet große Standortnachteile. Er fordert Reformen im Bildungsbereich.

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Die Industriellenvereinigung (IV) schlägt
Alarm: Das Finden von Mitarbeitern ist mittlerweile das drängendste
Problem der Kärntner Industrie geworden. Das belegt eine Umfrage
unter Industriebetrieben, die IV-Präsident Othmar Petschnig am
Donnerstag vor Journalisten präsentierte: "Mit 62 Prozent ist die
Mitarbeiter-Problematik mit Abstand das wichtigste Thema, das ist
eine dramatische Entwicklung." Die IV fordert daher "dringende
Reformen" im Bildungsbereich.
Mitarbeiterproblem.
Noch vor drei Jahren hätten nur 27 Prozent der Industriebetriebe
das Mitarbeiterproblem für dringlich gehalten, inzwischen hat es
Sorgen wie hohe Energie- oder Lohnnebenkosten von der Spitze der
Rangliste verdrängt. Dadurch würde die Ansiedlung neuer Betriebe fast
unmöglich, befürchtet Petschnig. Bisher habe man im
Standortwettbewerb mit gut ausgebildeten Mitarbeitern reüssieren
können, nun sei aber bereits der Bedarf der ansässigen Betriebe kaum
noch zu decken.
Informatik.
"Wenn ich lese, dass an der Universität Klagenfurt die Zahl der
Informatik-Erstinskribenten um die Hälfte zurückgegangen ist und
zugleich 20 Prozent Anstieg bei Psychologie registriert wird, dann
ist das erschreckend", sagte Petschnig.
Vorteile der Berufslaufbahn.
Man müsse die Vorteile einer Berufslaufbahn in der Industrie
offenbar noch viel stärker kommunizieren. Dabei sollte man sich in
erster Linie an die Eltern wenden, in zweiter Ebene dann auch an die
Lehrer. Ein erster Schritt dazu ist eine IV-Initiative bei den
Hauptschulen. Sämtliche Direktoren wurden zu einem Betriebsbesuch
beim Mahle-Filterwerk in Unterkärnten eingeladen. Petschnig übte
auch Kritik am Lehrplan der AHS-Unterstufe: "Es kann ja nicht sein,
dass in einer AHS Wirtschaft einfach nicht existiert."
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Berufslaufbahn
IV startete eine Initiative an den Hauptschulen. Sämtliche Direktoren wurden zu einem Betriebsbesuch beim Mahle-Filterwerk in Unterkärnten eingeladen.














