Herbstlohnrunde: Schaunig fordert vier Prozent Lohnerhöhung
Höhere Einkommen würden die Kaufkraft wieder erhöhen und somit der ganzen Bevölkerung etwas bringen, so die SPÖ-Vorsitzende in Kärnten, Gaby Schaunig.
Wenige Stunden vor dem offiziellen Start
der Herbstlohnrunde hat die Kärntner Landeshautpmannstellvertreterin
Gaby Schaunig (SPÖ) eine Lohnerhöhung für Arbeitnehmer um vier Prozent
gefordert. "Die Arbeitnehmer müssen auch ihren gerechten Anteil am
Wirtschaftswachstum bekommen", erklärte Schaunig am Freitag in einer
Aussendung. Höhere Einkommen würden die Kaufkraft wieder erhöhen und
somit der ganzen Bevölkerung etwas bringen, so die Kärntner
SPÖ-Vorsitzende.
Lohnerhöhung.
Zuvor hatten bereits Sozialminister Erwin Buchinger (SPÖ) und
Wilhelm Haberzettl, oberster Bahngewerkschafter und Chef der Fraktion
sozialdemokratischer Gewerkschafter, mehr als vier Prozent Lohnerhöhung
gefordert. Die Spitzen der Sozialpartner halten sich üblicherweise im
Vorfeld der Lohnrunde mit der Nennung von Prozentzahlen zurück.
Signalwirkung.
Im Vorjahr lag der Metallerabschluss bei einer Lohnerhöhung von
2,6 Prozent und einer flexiblen Einmalzahlung, je nach Ertragslage
des Unternehmens. Der Metaller-KV gilt für rund 160.000 Arbeiter und
Angestellte und hat traditionellerweise Signalwirkung für die anderen
Branchen. Heute nachmittag um 14 Uhr werden die Verhandlungsleiter
für die Gewerkschaften, Erich Foglar (Gewerkschaft
Metall-Textil-Nahrung) und Karl Proyer (GPA-DJP), die Forderungen an
die Arbeitgeber-Vertreter, den Leitz-Geschäftsführer Hermann Haslauer
und den Industrie-Sektionsobmann der Vorarlberger Wirtschaftskammer,
Christoph Hinteregger übergeben. Heuer findet der Auftakt zur
Lohnrunde wegen Umbauarbeiten ausnahmsweise nicht in der
Wirtschaftskammer, sondern im Haus der Industrie statt. Erster echter
Verhandlungstermin ist dann nächste Woche am 4. Oktober.














