Kelag will kräftig einheizen
Der Strom bleibt das Kerngeschäft der Kelag, doch daneben baut man mit der Fernwärme ein zweites Standbein auf und erobert im Südosten einen neuen Markt.

Foto © APADie Wärme-Tochter der Esso-Austria wird von der Kelag gekauft
Wenn man die Kelag Schlagzeilen der letzten Monate zusammenfasst, kann man erkennen in welche Richtung der Kärntner Energie Versorger gehen will: Weg vom kleinen Stromlieferanten hin zum großen Player in Mittel und Süd-Ost-Europa. Erst wurde Ende Juli eine
Gesättigter Markt. Strompreiserhöhung angekündigt und mittlerweile auch durchgezogen. Der Zweck: Geld für die Expansionspläne in die Kassen zu spülen. Dann wurde vor wenigen Wochen ein dritter Vorstandsposten ausgeschrieben. Das Anforderungsprofil: Technische und/oder kaufmännische Erfahrung, wenn möglich in Südosteuropa. Dieser dritte Vorstand soll neben Hermann Egger und dem RWE-Mann Armin Wiersma die Expansion vorantreiben. Denn am gesättigten österreichischen Strommarkt gibt es für die Kelag auf Dauer kaum Chancen zu wachsen.
Mehr Fernwärme. Das erklärt auch den gestrigen Kelag-Coup, den Kauf der Österreichischen Fernwärme Gesellschaft von der Esso Austria. Dass über den Kaufpreis stillschweigen vereinbart wurde ist Branchenüblich. Insider schätzen den Kaufpreis für das Unternehmen - der Jahresumsatz beträgt 60 Millionen Euro - auf XXX ein. Die Kelag dürfte wohl noch etwas mehr gezahlt haben, schließlich verzeichnet das Fernwärmegeschäft trotz eines leichten Dämpfers in den vergangenen Jahren noch immer ordentliche Wachstumszahlen. Rund 600.000 Österreicher sind derzeit an Fernwärmenetze angeschlossen. Auffällig: Immer öfter werden auch in vergleichsweise kleinen Kommunen mit geringerer Besiedlungsdichte Fernwärmenetze errichtet. Der Vater des Gedankens heißt da wohl Umweltschutz.














