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Zuletzt aktualisiert: 16.09.2007 um 01:30 Uhr

"Tourismus müsste offener werden"

Der Erfolg im Sommertourismus, eine Eintagsfliege? Vier Top-Manager diskutieren über Pluszahlen und mangelndes Selbstbewusstsein.

Top-Manager diskutuieren über den Somertourismus

Foto © APATop-Manager diskutuieren über den Somertourismus

Nach langen Jahren hat der Kärntner Tourismus kein Minus zu beweinen, sondern ein Plus zu bejubeln. Eine Eintagsfliege oder die Renaissance des Kärntner Sommertourismus?
SIGI NEUSCHITZER: Das Plus ist erfreulich, schon deshalb weil es keine Tschentscherei in der Branche gibt. Wenn man jedoch in die Tiefe geht, sieht man, dass sich die Probleme nicht verändert haben. Stark veraltete Betriebe sind nicht besser geworden. Die, die keine Pluszahlen haben, sind noch deprimierter. Der Erfolg kommt daher, dass neue Betriebe investiert haben und Betten hinzugekommen sind.

Es wurde aber auch um 7,5 Prozent mehr verdient.
NEUSCHITZER: Weil die neuen Konzernbetriebe nicht über den Preis verkaufen.
HANNES ANTON: Wenn man zehn Jahre zurückblickt, ist das Plus eigentlich nur das Ausbessern von einem großen Minus. Es birgt die Gefahr, dass sich viele wieder zurücklehnen. Viel ist ja nicht passiert. In der zweiten Reihe in Velden gibt es noch immer Häuser mit den braunen Fliesen aus den 70er Jahren.
SIMONE RONACHER: Vom Klagen kriegt man keine Gäste und macht weder Umsatz noch Gewinn. Unseren Gästen ist es wurscht ob es regnet oder die Sonne scheint, weil sie im Haus so viel tun können. Wir machen erstmals bis Mai durch und der ganze Ort zieht mit.

Das war in Bad Kleinkirchheim aber nicht immer so.
RONACHER: Stimmt. Im Herbst gibt es nur zwei Möglichkeiten, entweder weit weg fliegen oder in eine schöne Therme gehen. Weil viele weniger Zeit haben, bleiben sie im Land. Auf den Seychellen zahlt man 1000 Euro pro Nacht, bei uns will der Gast handeln. Das ist der Unterschied.

DISKUSSIONSLEITUNG: ELISABETH TSCHERNITZ-BERGER

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