Strabag übernahm deutsche Erdbaufirma Möbius
Die Kärntner Strabag will in den nächsten Jahren insbesondere in den Wasserbau "stark investieren".

Foto © AP (Symbolbild)Der Konzern will in den nächsten Jahren "stark investieren"
Österreichs größter Baukonzern, die Kärntner Strabag,
hat in Deutschland zugekauft. Das bald börsenotierte Unternehmen
übernahm die Mehrheit an der Hamburger Baufirma Josef Möbius. Sie ist
auf Erd- und Wasserbau spezialisiert und erwirtschaftete zuletzt mit
500 Mitarbeitern einen Umsatz von rund 150 Mio. Euro. Mit der
Übernahme mache man einen "weiteren Schritt zum Gesamtanbieter im
Verkehrswegebau", so die Strabag am Dienstag in einer Aussendung.
Hauptmärkte.
Ein Viertel des Umsatzes erzielte Möbius 2006 bereits im Ausland.
Hauptmärkte waren Schweden, Polen, Litauen und die Ukraine. "Möbius
verfügt über eine Vielzahl von selbstentwickelten Bauverfahren und
Patenten, insbesondere zu Gründungsverfahren, sowie über
Spezialgeräte für den Erd- und Wasserbau", hieß es. Der
österreichische Konzern will in den nächsten Jahren insbesondere in
den Wasserbau "stark investieren".
Keine Details.
Die bisherigen Alteigentümer, die Hamburger Familie Möbius, bleibe
weiterhin am Unternehmen beteiligt. Details wurden keine genannt. Der
Vorstand unter Führung von Werner Möbius bleibe unverändert.
Börsegang geplant.
Erst vergangene Woche hatte die Strabag den Bau einer Zementfabrik
in Ungarn in Angriff genommen. Investitionsvolumen: 176 Millionen Euro.
Der Kärntner Konzern plant, Mitte Oktober an die Wiener Börse zu
gehen. Ursprünglich wollte die Strabag Mitte Mai an der Börse
notieren. Dies wurde aber kurzfristig abgesagt, nachdem überraschend
der russische Großindustrielle Oleg Deripaska mit 30 Prozent
eingestiegen war. Strabag-Chef Hans Peter Haselsteiner erhofft sich
durch den Einstieg des Oligarchen bessere Marktchancen im boomenden
russischen Markt.














