Arbeiterkammer kritisiert geringe Bereitschaft Ältere einzustellen
Goach kritisiert Industrie: "Nur wenig Bereitschaft, auch Ältere zu beschäftigen". Der Vorschlag Sorgers für höheres Pensionsalter ist nicht umsetzbar.

Foto © AP (Symbolfoto)Goach fordert ein Ende der Debatte über eine weitere Anhebung des Pensionsantrittsalters
"Wenn die Industrie das Pensionsalter anheben will, muss sie ältere Arbeitnehmer auch beschäftigen. Bisher hat sie diese Aufgabe nicht erfüllt", kritisiert AK-Präsident Günther Goach den Industriellen-Präsidenten Veit Sorger. Er hat ein Pensionsalter von "67 plus" vorge-schlagen.
Problemgruppen. "In Kärnten sind im August 2.292 Arbeitnehmer über 50 arbeitslos gewesen, bundesweit waren es 36.374 Arbeitslose im Alter von 50 und darüber. Damit sind die älteren Arbeitslosen trotz hervorragender Konjunktur nach wie vor eine der größten Problemgruppen", verweist Goach auf die aktuellen Arbeitsmarktzahlen.
Industrie. "Gerade die Industrie hat in der Vergangenheit die Berufstätigkeit älterer Arbeitnehmer mit einem System von Frühpensionierungen und Golden Handshakes massenweise beendet", kritisiert Goach. Die Vorschläge von Sorger, das Pensionalter auf 67 Jahre und mehr anzuheben, seien daher blanker Zynismus und nicht umsetzbar. Goach fordert ein Ende der Debatte über eine weitere Anhebung des Pensionsantrittsalters.
Förderung. Wie wenig sich die Wirtschaft um die Beschäftigung älterer Mitarbeiter bemühe, zeige sich auch daran, dass Fördermittel für die Weiterbildung älterer Arbeitnehmer gar nicht ausgeschöpft würden. Für die Arbeiterkammer sei es unverständlich, dass die Qualifizierungsförderung der EU in der Höhe von 15 Millionen Euro, die in Kärnten für Mitarbeiter über 45 zur Verfügung stehen, von den Betrieben nur sehr zögerlich in Anspruch genommen werde. "Leider ist auch das ein Maßstab dafür, welch geringen Stellenwert ältere Mitarbeiter in vielen Unternehmen und Industrie-betrieben haben," bedauert Goach.














