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    Zuletzt aktualisiert: 23.08.2007 um 21:57 Uhr

    China mischt beim Kernöl mit

    Nicht überall wo Steiermark oben steht, ist auch Steiermark drinnen.

    Foto © APA

    Kernöl ist so etwas wie das Elixier der Steirer, eine der tragenden Säulen steirischer Idendität. Doch auch hier ist nicht immer alles Gold, was glänzt oder besser: nicht immer alles "echt steirisch", was in der Flasche landet. Vor allem China tritt als Produzent von Kürbiskernen immer stärker in Erscheinung. Und mischt mit Dumping-Preisen den Weltmarkt auf. So kommt es, dass in Flaschen, die aus der Steiermark stammen, chinesische Kürbiskerne verarbeitet wurden. Ein Befund, der etwa in einem Beschluss des Steiermärkischen Landtages vom 14. März 2005 so formuliert wurde: "Auf Grund der Kostenstrukturen dieser Länder werden ausländische Kürbiskerne zu Niedrigpreisen in der Steiermark angeboten. Da die Ölmühlen fast ausschließlich nach wirtschaftlichen Kriterien handeln, werden diese ausländischen ,Billigkerne' sehr stark verwendet."

    Regionalmarke. Seit 1998 gibt es die Regionalmarke "Steirisches Kürbiskernöl", eine so genannte geschützte geografische Angabe. Nur Kürbiskerne aus Gebieten der Steiermark, dem Burgenland und aus Niederösterreich dürfen zu "Steirischem Kürbiskernöl" verarbeitet werden. Aufschriften wie etwa "Kernöl aus der Steiermark" sind hingegen kein Garantiesiegel.

    Schnellverfahren. Wie soll man bei fertigem Kernöl feststellen, ob nur steirische Kürbiskerne für die Erzeugung verwendet wurden? An der Montanuni Leoben wird fieberhaft an einer Lösung des Kontrollproblems geforscht. So soll es in zwei Jahren ein Schnellverfahren geben, das es ermöglicht, die Herkunft der Ingredienzien exakt feststellen zu können.

    "Fingerprint". Der Bedarf an so einem Verfahren ist sehr groß", sagt Donata Bandoniene vom Institut für Analytische Chemie. "Es werden sehr viele chinesische Kürbiskerne mitgepresst". In Leoben wird also nach dem "Fingerprint" des Kernöls gespürt. Schon Kerne aus Regionen innerhalb der Steiermark unterscheiden sich voneinander. "Blinde Passagiere" aus China erst recht.


    Fakten

    Nur Kürbiskerne aus Gebieten der Steiermark, dem Burgenland und aus Niederösterreich dürfen zu "Steirischem Kürbiskernöl" verarbeitet werden.

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    Foto © pixelio.de

    Aufschriften wie etwa "Kernöl aus der Steiermark" sind hingegen kein GarantiesiegelFoto © pixelio.de

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