Ex-General wird an Kroatien ausgeliefert
Kroatien beantragte Auslieferung des Ex-Generals Vladimir Zagorec. Dem wurde Mittwoch im Wiener Straflandesgericht stattgegeben.

Foto © APAVladimir Zagorec stand Mittwoch in Wien vor Gericht
Wortlos ließ er seine Landsleute im großen Saal des Wiener Landesgerichts für Strafsachen stehen und stürmte grußlos hinaus. Mehrere kroatische Kamerateams, Fotografen und ein Dutzend Medienberichterstatter waren am Mittwoch dabei, als über die Auslieferung ihres Landsmannes Vladimir Zagorec verhandelt wurde.
"Politisch motiviert". Er wehrte sich vehement gegen die erhobenen Vorwürfe: Das Strafverfahren sei "politisch motiviert", argumentierte sein Anwalt Michael Dohr. Es sei ihm "Hilfe angeboten worden", sollte er "dem System Belastungsmaterial", liefern. Zagorec habe aber abgelehnt.
Auslieferung.
Davon ließ sich Richterin Christine Forstner nicht beeindrucken und verkündete in perfektem Juristendeutsch: "Die beantragte Auslieferung wird nicht für unzulässig erklärt." Im Klartext: Der frühere kroatische Vize-Verteidigungsminister, der seit dem Jahr 2000 in Österreich lebt, soll nach Kroatien ausgeliefert werden. Auslieferungshindernisse fand die Richterin keine: "Kroatien ist nicht bekannt dafür, dass Folter und unmenschliche Bestrafung angewendet werden."
Keine Koffer packen.
Die Koffer muss der Kroate dennoch nicht sofort packen. Er meldete umgehend Berufung an, die eine aufschiebende Wirkung bis zur nächsten Instanz hat. Daher kann er jedenfalls bis zur Entscheidung der nächsten Instanz in Österreich bleiben.











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