Immer mehr Betrugsfälle in der EU
Die Schadenssumme stieg im letzten Jahr auf 7,36 Milliarden Euro. Konzentration auf große Fälle mit hohen Verlusten.

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In der Europäischen Union ist das Schadensausmaß
durch Betrugsfälle im vergangenen Jahr weiter gestiegen. Das Volumen
der vom EU-Betrugsbekämpfungsamt OLAF eingeleiteten und abschlossenen
Fälle betrug 2006 7,36 Milliarden Euro, wie aus dem am Montag in
Brüssel vorgelegten Jahresbericht der Ermittler hervorgeht. Im Jahr
2005 umfasste das Schadensvolumen noch 6,62 Milliarden Euro.
Laufende Fälle.
Den Löwenanteil machte 2006 Betrug im Zusammenhang mit
EU-Strukturfonds mit einer Höhe 1,61 Milliarden Euro aus. Danach
folgen die Bereiche Landwirtschaft mit 1,44 Milliarden Euro, der
Zigarettenschmuggel mit 1,32 Milliarden Euro und anderer Zollbetrug
mit 989,9 Millionen Euro. Das gesamte Schadensausmaß aller noch
laufenden OLAF-Fälle betrug im Vorjahr 1,74 Milliarden Euro. Nur ein
kleiner Schadensanteil der abgeschlossenen Fälle - nämlich 336,5
Millionen Euro - konnte 2006 auch wieder zurückgefordert werden.
Spitzenreiter Italien. Offen waren zum Ende des Vorjahres insgesamt 464 Fälle.
Spitzenreiter ist Italien, wo die Behörden 2006 insgesamt 62 Fälle
meldeten. Brüner zeigte sich dennoch zufrieden mit der Zusammenarbeit
mit den italienischen Behörden. Eine hohe Zahl gemeldeter Fälle deute
oft auf eine besseren Zusammenarbeit, sagte er. Für Belgien weist der
OLAF-Jahresbericht zwar noch mehr Fälle, nämlich 66, aus. Allerdings
sind darin auch alle Untersuchungen eingerechnet, welche die
EU-Institutionen betreffen und der Staatsanwaltschaft in Belgien
übergeben werden.
Features
Fakten
In Österreich listet der OLAF-Bericht für 2006 sieben Fälle auf. Österreich versucht nun einen weiteren Ausbau eines Netzwerks von Anti-Korruptions-Agenturen und arbeitet eng am Projekt einer Interpol Anti-Korruptions-Akademie.














