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Zuletzt aktualisiert: 09.07.2007 um 22:05 Uhr

Immer mehr Betrugsfälle in der EU

Die Schadenssumme stieg im letzten Jahr auf 7,36 Milliarden Euro. Konzentration auf große Fälle mit hohen Verlusten.

Foto ©

In der Europäischen Union ist das Schadensausmaß durch Betrugsfälle im vergangenen Jahr weiter gestiegen. Das Volumen der vom EU-Betrugsbekämpfungsamt OLAF eingeleiteten und abschlossenen Fälle betrug 2006 7,36 Milliarden Euro, wie aus dem am Montag in Brüssel vorgelegten Jahresbericht der Ermittler hervorgeht. Im Jahr 2005 umfasste das Schadensvolumen noch 6,62 Milliarden Euro.

Laufende Fälle. Den Löwenanteil machte 2006 Betrug im Zusammenhang mit EU-Strukturfonds mit einer Höhe 1,61 Milliarden Euro aus. Danach folgen die Bereiche Landwirtschaft mit 1,44 Milliarden Euro, der Zigarettenschmuggel mit 1,32 Milliarden Euro und anderer Zollbetrug mit 989,9 Millionen Euro. Das gesamte Schadensausmaß aller noch laufenden OLAF-Fälle betrug im Vorjahr 1,74 Milliarden Euro. Nur ein kleiner Schadensanteil der abgeschlossenen Fälle - nämlich 336,5 Millionen Euro - konnte 2006 auch wieder zurückgefordert werden.

Spitzenreiter Italien. Offen waren zum Ende des Vorjahres insgesamt 464 Fälle. Spitzenreiter ist Italien, wo die Behörden 2006 insgesamt 62 Fälle meldeten. Brüner zeigte sich dennoch zufrieden mit der Zusammenarbeit mit den italienischen Behörden. Eine hohe Zahl gemeldeter Fälle deute oft auf eine besseren Zusammenarbeit, sagte er. Für Belgien weist der OLAF-Jahresbericht zwar noch mehr Fälle, nämlich 66, aus. Allerdings sind darin auch alle Untersuchungen eingerechnet, welche die EU-Institutionen betreffen und der Staatsanwaltschaft in Belgien übergeben werden.


Fakten

In Österreich listet der OLAF-Bericht für 2006 sieben Fälle auf. Österreich versucht nun einen weiteren Ausbau eines Netzwerks von Anti-Korruptions-Agenturen und arbeitet eng am Projekt einer Interpol Anti-Korruptions-Akademie.

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