Wirtschaft setzt Speck an
Österreichische Wirtschaft wächst stärker als der europäische Schnitt.

Foto © APDie österreichische Wirtschaft entwickelt sich im Vergleich zu anderen EU-Staaten überdurchschnittlich gut
Bundeskanzler Alfred Gusenbauer setzt sich ein ehrgeiziges Ziel: In den nächsten zehn Jahren will Österreich unter die drei reichsten Länder der EU aufsteigen. Derzeit liegt Österreich auf Rang vier. Herangezogen wird für die Bewertung das Bruttoinlandsprodukt (BIP) pro Kopf.
Stetiges Wachstum. Der Wunsch des Bundeskanzlers ist nicht weit hergeholt, denn die österreichische Wirtschaft ist auf stetigem Wachstumskurs: Im Jahr 2006 ist die heimische Wirtschaft stärker gewachsen, als die der anderen EU-Staaten und OECD Länder. Gegenüber den Prognosen der Wirtschaftsforscher wurde das Wachstum um 0,2 Prozentpunkte nach oben korrigiert. Das BIP pro Einwohner betrug 31.140 Euro, das ist ein Plus von 4,5 Prozent. Insgesamt 257,9 Milliarden Euro.
Durchschnittlich drei Prozent. Der internationale Vergleich: Das Wirtschaftswachstum der EU-Mitgliedsländer betrug im abgelaufenen Jahr 3,0 Prozent, jenes der Eurozone (13 EU-Staaten) lag laut Eurostat bei nur 2,7 Prozent. Auch die OECD-Länder verzeichneten im Durchschnitt einen BIP-Zuwachs von nur drei Prozent.
Konjunkturmotor. Motor der guten Konjunktur war die Sachgüterproduktion, die ein Plus von acht Prozent auswies. Ähnlich stark entwickelte sich die Energie- und Wasserversorgung mit einem kräftigen Zuwachs von 8,2 Prozent.
Jeder Sektor im Plus. Auch das Bauwesen verzeichnete mit plus 4,7 Prozent ein überdurchschnittliches Wachstum. Das Kredit- und Versicherungswesen (plus 4,8 Prozent) sowie Verkehr und Nachrichtenübermittlung (plus 4,6 Prozent) wiesen die deutlichsten Zuwächse im Dienstleistungssektor auf, der insgesamt mit einem Wachstum von 2,2 Prozent deutlich hinter der Entwicklung des produzierenden Bereichs (plus 7,7 Prozent) zurückblieb.
Exporte wuchsen am stärksten. Am stärksten wuchsen allerdings die Exporte von Waren und Dienstleistungen mit plus 10,4 Prozent. Dagegen macht sich der Zuwachs des Arbeitnehmerentgeltes mit 4,3 Prozent eher bescheiden aus, die Selbständigen sackelten mit plus 7,4 Prozent plus deutlich mehr ein.














