Spritzige Idee: Spritzer in Dosen
Kärntner vermarktet Spritzer aus Grünem Veltliner erstmals in Dosen. 100.000 Stück am Markt.

Foto © APGuten österreichischen Traubensaft gibts nun auch in der Dose
Wein würde der ehemalige Geschäftsführer der Weinmarketing-Gesellschaft Michael Thurner, niemals in Dosen füllen. Aber den Spritzer - dieses typisch österreichische Sommergetränk - schon. Vorbild für den kreativen Kärntner war Paris Hiltons Rich-Prosecco in Dosen, das gibt Thurner freimütig zu.
Gute Qualität in Dosen. "Die österreichische Weinwirtschaft bringt super Qualität auf den Markt, in der Vermarktung ist man zu konservativ", meint Thurner und will mit seinen Dosen die Sommerwein-Szene spritziger gestalten. "Warum sollte man die Marktanteile immer den Italienern oder Franzosen überlassen. Auch der österreichische Wein kann kreativ vermarktet werden." Die Oberösterreichische Firma Starzinger füllt einen grünen Veltliner aus dem Weinviertel mitsamt ihrem Frankenmarkter Mineralwasser in 100.000 Dosen zu je einem Viertelliter. Eine Million Dosen könnten es aber schon bald werden.
Im Handel gelistet.
Seit zwei Wochen ist das kultige Getränk um 1,19 Euro im ausgewählten Handel zu haben. Der "Amia-Spritzer" wurde bei Merkur, Eurospar, Interspar, Spar- Gourmet und Meinl am Graben gelistet, die Gastronomie erhält den Dosen-Spritzer bei AGM, Lekkerland, und im Alpe Adria Weindepot in Klagenfurt. Die Zielgruppe ist für den Gailtaler, der in Wien eine Beratungsfirma für die Agrar-und Genusswirtschaft betreibt, klar umrissen: Es sind junge Leute zwischen 20 und 40 Jahren, die auf das unkomplizierte Getränk abfahren. Getrunken soll es an der Bar, im Bad, am Golfplatz werden. "Ein Spritzer hat nur 5,7 Volumsprozent Alkohol, ist also viel leichter als Wein", weist Thurner auf das leichte Sommergetränk hin.
Umweltfreundlich. Er bricht auch eine Lanze für die Dose, die ordentlich müllgetrennt und dann recykelt, eine umweltfreundliche Getränkeverpackung darstelle. Er würde auch für ein Dosenpfand plädieren.














