Hypo-Group: 19 Swap-Zeugen vor Bankenausschuss
Ab Montag werden unter anderem Kulterer, Striedinger, Berlin, Rauscher, Zagorec, Pfeifenberger vor dem Bankenausschuss zur Swap-Affaire befragt.

Foto © Hypo Group Alpe-Adria
Neue Heißphase im Bankenuntersuchungsausschuss kommende Woche im Parlament in Wien: Im Mittelspunkt steht nach dem Bawag-Skandal nun die Swap-Affäre, die der Hypo Group Alpe Adria im Jahr 2004 durch Spekulationsverluste 328 Millionen Euro gekostet hat. Einvernommen werden 19 Personen.
Für Montag wurden seitens der Hypo Andreas Zois (Treasury), Andrea Dolleschall (Rechnungswesen) und Albin Ruhdofer vorgeladen, sowie mehrere Prüfer, darunter Robert Pipelka (Nationalbank) und Walter Groier (Confida). Am Mittwoch beginnen die Einvernahmen um acht Uhr früh mit dem damaligen Leiter des Treasury, Christian Rauscher. Weiters vorgeladen wurden der frühere Hypo-Aufsichtsratschef Karl-Heinz Moser (Confida Wien), Grawe-Chef Othmar Ederer, Heinz Truskaller und Gerhard Süss (beide ehemals Hypo Kroatien), sowie der Ex-Vorstand Günter Striedinger.
Wolfgang Kulterer. Mit Ex-Vorstand und Noch-Aufsichtsratschef Wolfgang Kulterer beginnen dann die Einvernahmen am Freitag. Neben anderen Zeugen ist an diesem Tag auch der neue Hypo-Vorstandsvorsitzende Tilo Berlin geladen. Am selben Tag werden auch der kroatische Ex-General Vladimir Zagorec und der frühere Finanzreferent und Hypo-Kommissär Karl Pfeifenberger befragt.
"Maulkorberlass". SP-Nationalrätin Melitta Trunk, die Mitglied des Bankenausschusses ist, bezeichnete gestern die Entscheidung des Hypo-Vorstandes, die Zeugen nicht von der Vertraulichkeit zu entbinden als "Maulkorberlass". Es wäre eine gute Möglichkeit gewesen, die Vorgänge nach den Swap-Verlusten und das Agieren der Finanzmarktaufsicht zu durchleuchten", bedauerte Trunk.














