Mikrolohn für Arzthelferin
Einstiegslohn soll von 783 Euro auf 1100 Euro angehoben werden.

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Lange Zeit waren sie unbeachtete Stiefkinder der Arbeitnehmervertretung: Die zu fast hundert Prozent weiblichen Beschäftigten der Arztpraxen. Jetzt startet die Gewerkschaft sowohl in Kärnten als auch österreichweit eine Kampagne zur Erhöhung des mickrigen Mindestlohns für Arzt-Assistentinnen. Es gilt, bei Kollektivvertragsverhandlungen, die im Herbst beginnen sollen, einen Mindestlohn von 1100 Euro auszuhandeln.
Niedrige Löhne. Die Aktion ist überfällig, die niedrigsten Gehälter in dieser Berufsgruppe liegen derzeit zwischen 783 Euro für 40 Wochenstunden und 1056 Euro. Damit seien die Assistentinnen am untersten Rand der Gehaltsskala angesiedelt. Die Kollektivverträge werden zwischen GPA und den Ärztekammern der Länder abgeschlossen. Auffällig ist, dass Kärntens Ärzte am wenigsten zahlen und ihre Assistentinnen mit einem mickrigen Einstiegslohn von 783,40 Euro abspeisen. Dies, obwohl es sich bei der Tätigkeit einer Artzhelferin um besonders anstrengende, anspruchsvolle und verantwortungsreiche Aufgaben handelt - bei einem Berufsstand der gemeinhin nicht gerade am Hungertuch nagt. In den vergangenen Wochen wurden 1100 Arztpraxen österreichweit besucht, in Kärnten 170 mit 750 Angestellten.
Goodwill? "Es geht nicht um den Goodwill der Ärzte, sondern um eine ordentliche Basis", sagte Wolfgang Katzian bei einer Pressekonferenz am Freitag. Dass der Vorsitzende der Privatangestellten, Journalisten Druck und Papier für die Artzpraxen zuständig ist, zeigt schon, welch geringen Stellenwert diese Berufsgruppe auch innerhalb der Gewerkschaft inne hat.
Empörung. Empörung löste die gestrige Pressekonferenz beim stellvertretenden Direktor der Ärztekammer, Johannes Zahrl aus: "Wir lassen uns sicher nicht über die Medien ausrichten, dass es Verhandlungen geben wird", blockte er ab und zweifelte die präsentierten Zahlen an.














