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Zuletzt aktualisiert: 14.06.2007 um 14:22 Uhr

Kärntner Industrie setzt auf Weiterbildung und Frauen

Die Industriellenvereinigung feiert ihren 60. Geburtstag. Weiterbildung und die Anhebung der Frauenerwerbsquote sollen in Zukunft wesentliche Aufgaben sein.

Foto © APA

Weiterbildung und die Anhebung der Frauenerwerbsquote, das sollen in Zukunft wesentliche Aufgaben der Industriellenvereinigung Kärnten sein. Diese Ziele formulierte IV-Präsident Otmar Petschnig am Donnerstag. Das dieses Jahr gefeierte 60-Jahr-Jubiläum nützte die Interessenvertretung für die Ausarbeitung eines Positionspapiers, das von Kärntner Topmanagern erstellt wurde. Bei der großen Geburtstagsfeier am Donnerstagabend sollte es den Politikern überreicht werden.

Technologiestandort Kärnten. Die Vergangenheit - das war für Petschnig das Billiglohnland Kärnten als verlängerte Werkbank und die Grundstoffindustrie. Heute sei Kärnten ein Technologiestandort, der bei der Forschungsquote österreichweit an der dritten Stelle liege, erklärte der IV-Präsident gegenüber der APA. Über 21.000 Arbeitsplätze seien in diesem Bereich geschaffen worden. Potenzial für eine Weiterentwicklung der heimischen Industrie sieht er vor allem in den industrienahen Dienstleistungen.

Bildung. Da der Wettbewerb in Zukunft durch die Qualifizierung der Mitarbeiter entschieden werde, wolle sich die IV künftig bei allen Bildungsfragen kräftig zu Wort melden, meinte Petschnig, der auch mehr Frauen für die Arbeit in der Industrie begeistern möchte. "Kärnten hat die niedrigste Frauenerwerbsquote in Österreich, hier müssen wir gegensteuern", erklärte er. Daher seien die Bereiche Kinderbetreuung und familienfreundliche Arbeitszeiten auch wichtige Themen für die Industriellenvereinigung.

Das Positionspapier unter dem Titel "Industrieland Kärnten - Leistung und Lebensqualität" nennt neben der Bildung die Infrastruktur als wichtige Standortvoraussetzung, setzt auf Innovation und Technologie als Zukunftssicherung und bekennt sich zur Internationalität. "Wir erwirtschaften weit über zwei Drittel des Umsatzes außerhalb der Landesgrenzen. Wir leben also auch von der Globalisierung", meinte Petschnig.


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