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AT&S schließt Werk in Klagenfurt Aus für kleine Cent-Münzen: Experten kritisch Voriger Artikel Aktuelle Artikel: Wirtschaft Nächster Artikel AT&S schließt Werk in Klagenfurt Aus für kleine Cent-Münzen: Experten kritisch
Zuletzt aktualisiert: 30.05.2007 um 08:08 Uhr

30 Millionen Euro Rendite für Landesgeld

Verbleibende 500 Millionen aus dem Hypo-Verkauf könnten, langfristig angelegt, bis zu 30 Millionen Euro Rendite jährlich bringen.

Foto © Montage/APA, Just

Nur 2,54 Prozent Zinsen – das ist die magere Ausbeute für 250 Millionen Euro, die derzeit im Zukunftsfonds mit Zins- und Kapitalgarantie auf der hohen Kante liegen. In etwa so viel, wie die "Mali Tant" für ihr sauer Erspartes am Sparbüchl ihrer Hausbank bekommt.

Wandelanleihe. Die dürren Zinsen haben allerdings ihren Grund: Das Geld konnte nicht langfristig angelegt werden, da man es jederzeit flüssig halten musste. "Im Jahr 2008 ist die Wandelanleihe fällig. Wir haben bisher nicht gewusst, wie wir sie zurückzahlen werden. Daher mussten wir die 250 Millionen Euro reservieren", erklärt Josef Martinz, Aufsichtsratsvorsitzender der Landesholding. Keine Bank zahlt für ständig verfügbares Kapital üppige Zinsen.

Langfristig gebunden. Nach dem Anteils-Verkauf an die BayernLB um 809 Millionen Euro dürften nach Bedienung der Wandelanleihe (540 Millionen Euro) 250 Millionen Euro übrig bleiben. Dass die verbleibenden 500 Millionen im Zukunftsfonds langfristig gebunden und dem Zugriff der Politik entzogen angelegt werden, trifft ausnahmsweise die allgemeine Zustimmung. Auch das Wirtschaftsparlament hat sich gestern in seiner Sitzung in einer Resolution dafür ausgesprochen. Die Worte "Landes-Stiftung" oder "Kärnten-Fonds" fallen immer öfter. Martinz stellt sich einen Kärnten-Fonds nach dem Vorbild der Stadt Villach vor, der der Stadt einen sicheren Ertrag garantiert hat. 1995 wurden 87,21 Millionen Euro aus dem Verkauf der Villacher Kelag-Anteile veranlagt.

Kapitalstock. Vor dem Verkauf an die BayernLB lukrierte das Land Kärnten aus der Dividende der Hypo Group Alpe Adria Bank jährlich 3,8 bis 4,5 Millionen Euro. Würde der Kapitalstock ordentlich veranlagt werden, könnte ein Erlös bis zu 30 Millionen Euro jährlich erzielt werden. Martinz: "Das ist um einiges mehr als jetzt und das Vermögen wäre zudem gesichert."

Rendite. SP-Vorsitzende Gaby Schaunig ging mit ihrem Vorschlag zur Veranlagung noch weiter: Sie plädierte dafür, 30 Prozent der Zinserträge wieder dem Kapitalstock zuzuschlagen, damit sich dieser mit der Zeit vermehre. Die beiden Vorstände der Landesholding Hans Jörg Megymorez und Gert Xander sind sich einig, dass eine wesentlich höhere Rendite als derzeit erzielt werden könne. Megymorz: "Wir werden unter Beiziehung von Experten eine sichere Veranlagungsform wählen."

ELISABETH TSCHERNITZ-BERGER

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