Trotz Wärme starke Wintersaison
Die Politik lobt sich für den vergangenen - nun amtlichen - Rekordwinter in Kärnten.

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Schon bevor sie überhaupt feststanden, wurden die Daten schon ausgeschlachtet. Seit gestern liegen sie vor und dienen Politik und Kärnten Werbung erwartungsgemäß als gegenseitige Lobrede: die Übernachtungszahlen des Winters 2006/2007.
Zweifellos: Es war trotz der Milde ein Rekordwinter. 3,6 Millionen Nächtigungen bzw. 808.102 Ankünfte bedeuten ein Plus von 4,7 Prozent gegenüber dem schon erfolgreichen Winter davor. Im Durchschnitt bliebt der Gast 4,5 Tage.
Einbußen gab es in Bad Kleinkirchheim (minus 1,7 Prozent) oder auch Klagenfurt-Stadt (minus 5,5 Prozent). Zu den Wintergewinnern gehören Heiligenblut (plus sieben Prozent), Villach Stadt (plus 16 Prozent) oder Maria Wörth (plus 17 Prozent) - hier schlägt das Viva-Hotel zu Buche. Auch die Südtiroler Falkensteiner-Gruppe verhalf jeder Region, in der sie ein Hotel betreibt, zu einer Nächtigungssteigerung, etwa Hermagor.
Beschneiung.
Die Gründe sieht Landeshauptmann Jörg Haider in den 110 Millionen Euro, die das Land in den vergangenen sieben Jahren in Beschneiung und Modernisierung habe fließen lassen. Tourismusreferent Gerhard Dörfler (ebenfalls BZÖ) preist das "tolle Marketing". Und Kärnten Werbung-Chef Werner Bilgram bedankt sich beim Wettergott bzw. dem Ö3-Verkehrsfunk, der mit den "Schneechaos"-Durchsagen den hiesigen Winter-Touristikern enorm geholfen habe.
Profitieren.
Allein: Dass unser Bundesland auch dadurch profitieren konnte, weil Mitbewerber wie Salzburg oder Tirol noch weniger Schnee hatten, verschwiegen die drei Präsentatoren.
Zukunft.
Und die Zukunft des Kärntner Winters im Hinblick auf den Klimawandel? Laut Bilgram, der die gestrige Präsentation just auf seinen 47. Geburtstag legte, besteht sie - auch wenn viele das anders sehen - im Schifahren und in beschneiten Pisten, "denn für 95 Prozent der Gäste ist es das Hauptargument, zu kommen".














