Steirische Industrie hat 2000 Jobs zu vergeben
An Aufträgen gibt es in den steirischen Betrieben keinen Mangel. Was aber fehlt, sind Mitarbeiter. Fast jedes zweite Unternehmen wird Personal einstellen.

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Die steirische Industrie geht auf die Suche nach Mitarbeitern, 2000 Facharbeiter werden in den kommenden drei Monaten benötigt. Denn die Auftragsbücher sind prall gefüllt.
Ausgeweitet.
Die Produktionstätigkeit wird kräftig ausgeweitet. Technisch ist das kein Problem. Nur gibt es zu wenig qualifiziertes Personal, klagen die Manager.
Personalbedarf steigt.
Der Personalbedarf in den Industriebetrieben steigt seit dem Sommer des Vorjahres stetig an, erklärt der Geschäftsführer der Industriellenvereinigung (IV), Thomas Krautzer. Laut der aktuellen Konjunkturumfrage bleibt in 70 Prozent der Unternehmen die hohe Auslastung bestehen, mehr noch, jeder vierte Betrieb will die Produktion ausweiten. In jedem zweiten Betrieb soll die Belegschaft aufgestockt werden.
Sonnige Aussichten.
Nachgefragt wurden die Daten in 70 Industriebetrieben mit zusammen mehr als 38.000 Mitarbeitern. Der Ausblick auf die nächsten sechs Monate ist von Optimismus geprägt, "wenngleich das nicht für alle Branchen gilt", sagt Krautzer.
Sorgen.
Die IV macht sich Sorgen, dass der starke Personalbedarf vom verfügbaren Arbeitskräfteangebot nicht gedeckt werden kann und die Konjunktur durch den Mangel an Fachkräften gebremst wird. Arbeiterkammer-Präsident Walter Rotschädl kontert, die Industrie würde "Fantasiezahlen" vorlegen. Es gebe Anzeichen dafür, dass der Facharbeitermangel nur herbeigeredet werde. Damit solle der Arbeitsmarkt für Fachkräfte aus dem Osten der EU geöffnet werden. Der Wirtschaftsbund (WB) reagiert auf Rotschädls Äußerungen heftig, sie zeugten von "Abgehobenheit und Realitätsverlust", schießt WB-Direktor Jakob Taibinger scharf, In drei bis fünf Jahren würden 1500 Facharbeiter gebraucht.














