KWF bekommt Rückendeckung
ÖVP-Obmann Josef Martinz und der Kärntner Wirtschaftsförderungsfonds (KWF) sind gegensätzlicher Meinung. Nun hat Martinz Rückendeckung durch die Sozialpartner erhalten.

Foto © APAJosef Martinz
In der Kontroverse zwischen Kärntens ÖVP-Obmann Josef Martinz und dem Kärntner Wirtschaftsförderungsfonds (KWF) hat letzterer nun Rückendeckung durch die Sozialpartner erhalten. In einem Schreiben an das Büro von Landeshauptmann Jörg Haider (BZÖ) fordern sie die Erhaltung der Unabhängigkeit der Wirtschaftsförderung. Der KWF soll, so hat der Aufsichtsrat der Landesholding beschlossen, gesplittet werden, die Politik wieder mehr Einfluss bekommen.
Unabhängigkeit. Arbeiterkammer, ÖGB, Wirtschaftskammer, Landwirtschaftskammer und Industriellenvereinigung appellieren in ihrem Schreiben an Haider, die Unabhängigkeit des KWF nicht anzutasten. Die strategische Verantwortung und die Richtlinienkompetenz solle bei der Politik liegen, es dürfe jedoch "keine Eingriffe bei der operativen Umsetzung" geben, fordern sie.
Pläne. Würde man im Kärntner Wirtschaftsförderungsfonds (KWF) nicht die Kleine Zeitung lesen - man wüsste nichts von den Plänen zur eigenen Eingliederung unter das Dach der Landesholding. Das beklagt Gilbert Isep, Chef des Förder-Kuratoriums. "Der KWF ist und bleibt auch nach der Reform unabhängig. Die Politik soll nur die Regeln für Förderungen vorgeben, nicht das Geld verteilen", versichert Josef Martinz, Landesholding-Aufsichtsratschef. "Diese Richtlinien-Kompetenz war seit jeher beim Land", kontert Isep. Es scheint, als wüsste niemand, was genau geplant ist - oder man will es nicht wissen . . .
Dafür wird geklagt. Am Mittwoch verkündete Martinz den Durchbruch bei den Vorstands-Gagen der Landesmanager. Im gleichen Papier lobte er, dass eine Prämienzahlung an die KWF-Vorstände Erhard Juritsch und Hans Schönegger verhindert worden sei. Ein entsprechender Antrag sei zurück gezogen worden. Die KWF-Chefs empörten sich gestern darüber und klagen wegen Rufschädigung. Sie betonten, der "KWF ist kein Selbstbedienungsladen". "Das stand sehr wohl zur Diskussion. Unser ÖVP-Mann im Kuratorium, Klaus Wutte, hat die Diskussion darüber aber abgelehnt", bekräftigt Martinz.














