Haushaltsgeräte-Hersteller Gorenje schließt Werk in Oberösterreich
Die Geschäftsführung argumentiert mit der Unrentabilität des Werkes in Freistadt. Fast alle 64 Arbeitsplätze sollen bis Ende 2007 abgebaut werden.

Foto © APA
Die Fortführung der Produktion an diesem Standort sei nicht mehr rentabel, sagte Gorenje-Sprecherin Ursa Menih Dokl am Montag auf APA-Anfrage. Bei der Vorgangsweise habe man sich an das im österreichischen Arbeitsrecht vorgesehene Verfahren gehalten.
Auslagerung. Gorenje Küchen sei wegen des rückläufigen Absatzes von Küchenmöbeln am österreichischen Markt sowie der zunehmenden Konkurrenz in eine Krise geraten. In den vergangenen fünf Jahren sei ein kumulierter Verlust von mehr als 2 Mio. Euro entstanden, so Menih Dokl. Wie Gorenje in einer Presseaussendung mitteilte, sei die Entscheidung zur Verlagerung der Produktion aus Oberösterreich im Rahmen der Aktivitäten zur Optimierung der Anschaffungskette, Rationalisierung der Geschäftsprozesse und Kostenbeherrschung gefällt worden.
Produktion und Montage werden ab Juli aus Freistadt nach Maribor (Marburg), das knapp 70 km von Graz entfernt ist, verlagert. Im Maribor, wo Gorenje bereits jährlich 500.000 Küchenelemente produziert, entsteht an einem einheitlichen Produktionsstandort laut eigenen Angaben das modernste technologisch-logistische Zentrum zur Produktion von Küchenmöbeln in Mitteleuropa.
An die Verfahrensweise gehalten. Von der Schließung des Werks sind 64 Mitarbeiter in Freistadt betroffen. Gorenje wies die Kritik der Gewerkschaft über die Vorgangsweise zurück. Gewerkschaftsvertreter in Oberösterreich hatten sich am Freitag der Vorwoche nach Bekanntwerden der Schließung des Werks in Freistadt "einigermaßen sauer" gezeigt, dass die Gewerkschaft nicht von der Geschäftsführung, sondern von Mitarbeitern benachrichtigt worden sei.
Laut der Gorenje-Sprecherin hat sich das Unternehmen an die im österreichischen Arbeitsrecht vorgesehene Verfahrensweise gehalten. "Die Arbeiter, der Betriebsrat und das Arbeitsamt sind von der Entscheidung benachrichtigt worden und werden auch über die Änderungen und den Zeitrahmen am Laufenden gehalten," betonte Menih Dokl. Sie gab allerdings keine Antwort auf die Frage, ob und wann Gespräche mit der Gewerkschaft geplant sind.














