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Zuletzt aktualisiert: 05.03.2013 um 21:12 UhrKommentare

Ringen um Sozialplan für Pago-Mitarbeiter beginnt

Am Mittwoch starten die Verhandlungen. Noch ist offen, ob es eine Arbeitsstiftung für die 120-köpfige Belegschaft in Klagenfurt geben wird. Bei Griffner-Haus gab es am Dienstag eine Gläubigerversammlung.

Foto © KLZ/Traussnig

Der Schock ist noch nicht verdaut. Gut zwei Wochen nachdem der neue Pago-Eigentümer Eckes-Granini angekündigt hat, mit Ende des Jahres das Werk in Klagenfurt zu schließen, starten heute die Verhandlungen für einen Sozialplan.

"Die Stimmung im Werk ist nicht besonders", sagt Betriebsrat Walter Sereinig. Jetzt geht es um die Zukunft der 120 Mitarbeiter. Viele schauen sich schon jetzt um einen neuen Job um. Ausstiegsmodalitäten und eine mögliche Arbeitsstiftung - das alles und mehr wird Teil der Verhandlungen zwischen Betriebsrat, Gewerkschaft und Unternehmen sein. Ständig in Kontakt mit Pago ist auch das Kärntner Arbeitsmarktservice. "Wir erheben derzeit die Qualifikationen, die Dauer der Berufspraxis und die Art der Ausbildung der Mitarbeiter", sagt AMS-Leiter Franz Zewell.

Ein Drittel der Belegschaft sei in der Produktion, ein weiteres Drittel im Vertrieb und der Rest im Management tätig. Am Arbeitsmarkt seien Menschen mit Industrieerfahrung gefragt. Für eine Fertigungsproduktion mit Industriearbeitszeiten brauche es eine bestimmte Art von Persönlichkeiten, meint Zewell. Eine Arbeitsstiftung könne erst eingerichtet werden, wenn klar sei, wie viele Menschen darin unterkommen sollen. Ob Eckes-Granini in den Topf einzahlen wird, ist zu diesem Zeitpunkt noch unklar. "Arbeitsstiftungen sind eine Chance für freigesetzte Mitarbeiter", sagt Zewell.

Griffner-Gläubiger

Pago war heuer nicht der einzige Schock für Kärntens Wirtschaft. Für das insolvente Griffner Haus konnte mittlerweile ein Käufer gefunden werden. Dienstag gab es die Gläubigerversammlung. 34,1 Millionen Euro Forderungen wurden von 728 Gläubigern und Dienstnehmer angemeldet. Barbara Wiesler-Hofer vom KSV rechnet mit 50 weiteren Anmeldungen. Die Quote wird ziemlich dürftig ausfallen. Arno Ruckhofer vom AKV schätzt sie auf drei bis vier Prozent.

CHRISTIANE CANORI, ELISABETH TSCHERNITZ-BERGER

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