Sorge um die Ertragskraft der Gewerbebetriebe
Maßnahmen zur Eigenkapitalstärkung gefordert.

Foto © WK/FISCHER Walter Bornett (KMU Forschung), Hermann Talowski (WK)
GRAZ. Gut 3300 Jahresabschlüsse von steirischen Gewerbe- und Handwerksbetrieben - sie beschäftigen 105.000 Mitarbeiter und 8500 Lehrlinge im Land - hat die KMU Forschung Austria durchleuchtet. Ermittelt wurden die Ertrags- und die Eigenkapitalsituation der Betriebe - rund 37 Prozent stehen hervorragend da, weitere 36 Prozent liegen im guten Mittelfeld. Mehr als jeder vierte Betrieb schreibt jedoch Verluste, "um die muss man sich Sorgen machen", so Geschäftsführer Walter Bornett.
In der Wirtschaftskammer fürchtet man, dass diese Gruppe wegen ihrer schwachen Eigenkapitalausstattung Probleme bekommen könnte, die schwierige Konjunkturlage zu überstehen.
Daher fordert Spartenobmann Hermann Talowski die Umsetzung von drei Maßnahmen. Zum einen sollte die Umsatzsteuerbefreiung für Kleinunternehmen von 30.000 auf 40.000 Euro angehoben werden. Zudem soll die Branchenpauschalierungsverordnung neben der Pauschalierung der Einkommenssteuer auch die Umsatzsteuer erfassen, um Betrieben die Chance zu geben, Eigenkapital aufzubauen. Talowski erneuert auch die Forderung nach einem Handwerkerbonus für private Kunden, der es ermöglicht, Handwerkerrechnungen teilweise steuerlich geltend zu machen. Das Budget würden diese "aufkommensneutralen Maßnahmen nicht belasten", so Talowski.














