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    Zuletzt aktualisiert: 18.01.2013 um 19:34 UhrKommentare

    Zukunft von Legat, ein hartes Brot

    Nächste Woche werden Legat-Mitarbeiter informiert, doch Konkursantrag wurde bis dato nicht eingereicht. Bei Griffner wird hingegen die Staatsanwaltschaft aktiv.

    Foto © KLZ/Weichselbraun

    Es sind noch ungebackene Semmeln, dennoch hält sich das Gerücht, dass in der Bäckerei Legat am Montag eine Betriebsversammlung angesetzt ist. Laut Arno Ruckhofer vom Alpenländischen Kreditorenverband ist beim Landesgericht Klagenfurt bis dato noch kein Konkursantrag des Unternehmens eingelangt. Dies bestätigte auch Geschäftsführer Alexander Legat. Bis 31. Jänner sollte allerdings die nächste Tranche von 500.000 Euro aus dem Sanierungsverfahren fällig werden, was durch den Lieferausfall an den Lebensmitteldiskonter Lidl fraglich geworden ist. "Der Sanierungsplan war eine gewagte Sache. Die Quote war zu hoch. Eine Million Euro im Jahr müssen erst verdient werden", sagt Ruckhofer. Schon vor zwei Jahren hatte Legat einen Konkurs hingelegt. Ruckhofer spricht von fünf Millionen Euro Schulden, die Legat vor dem Sanierungsplan mit der 30-prozentigen Quote angehäuft hatte. 400.000 Euro an stiller Beteiligung der Stadt Klagenfurt und 600.000 Euro Kredithaftung vom Land konnten nichts ausrichten.

    Der Lieferausfall von Lidl sei für Legat nicht überraschend gekommen, meldete sich Lidl-Sprecher Rainer Tschopp zu Wort. "Der Vertrag ist mit Ende Dezember ausgelaufen, Legat konnte sich lange darauf vorbereiten und neue Kunden suchen", so Tschopp. Die Nachfrage nach Legat-Backwaren sei im letzten Jahr gesunken. Legat-Miteigentümer Gunther Gröss will das so nicht gelten lassen: "Wir bekamen erst am 14. Dezember die schriftliche Bestätigung von Lidl, dass der Vertrag endet." Betriebsrätin Dolores Dabernig versichert, dass die Mitarbeiter die ausständigen Löhne bereits am Konto haben, was einige Mitarbeiter aber nicht bestätigen wollen.

    Löhne für Griffner-Leute

    Wenigstens können die Mitarbeiter von "Griffner Haus" aufatmen. Durch Intervention von Christoph Obex (Bauerarbeiter- und Abfertigungskasse) konnten die Gehälter vom Treuhandkonto losgeeist werden. Dort waren sie seit Monaten geparkt worden. Nach der Mega-Pleite von der zig Zulieferfirmen betroffen sind, liegt zwar noch keine Gläubigeranzeige vor, die Staatsanwaltschaft wird aufgrund des Sachverhaltes aber von sich aus tätig werden und eine Überprüfung vornehmen, erklärt Gabriele Lutschounig, Sprecherin der Staatsanwaltschaft.

    ELISABETH TSCHERNITZ-BERGER, ASTRID JÄGER

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