"Kaiser vom Spittelberg" soll Griffner retten
Der Multimillionär Günter Kerbler ist seit zwei Jahren am Unternehmen Griffner Haus beteiligt. Jetzt will er das angeschlagene Unternehmen retten. Doch der Immobilien-Tycoon ist nicht unumstritten.

Foto © PrivatImmobilien- Tycoon: Günter Kerbler
Retter oder Profiteur? Die Person Günter Kerbler (57) polarisiert. Vergangene Woche hatte der Multimillionär angekündigt, er sei "wild entschlossen" das Pleite-Unternehmen Griffner Haus zu retten. Viele Hoffnungen ruhen seitdem auf ihm. Andererseits werden Vorwürfe laut. Kerbler sei seit zwei Jahren an Griffner beteiligt und habe zugesehen, wie das Unternehmen an die Wand gefahren wurde, heißt es. Der Betrieb, der jetzt günstig zu haben ist, könnte Kerbler gut ins Portfolio passen.
Wörthersee-Urlaub
Bei einem Wörthersee-Urlaub soll Kerbler das erste Mal mit Griffner Haus in Verbindung gekommen sein. Seither hält er 30 Prozent am Unternehmen, zwei seiner Geschäftsfreunde sind auch beteiligt. Seit seinem Ausstieg bei der Immobilien-Gruppe Conwert 2010 ist der Niederösterreicher dabei, ein neues Imperium aufzubauen. Zur Kerbler Holding in Wien gehören Beteiligungen an Vienna Estate oder der Wiener Privatbank. Außerdem ist Kerbler in der Dominikanischen Republik (Hotels) und in New York (Wohnungen) tätig. In Rumänien besitzt der Mann, dessen Vermögen auf 150 Millionen Euro geschätzt wird, eine riesige Farm. Auch als Spittelberg-Kaiser ist Kerbler bekannt: Er revitalisierte das trendige Viertel in Wien.
Wie es mit Griffner weitergeht, ist offen. Dienstag gab es ein erstes Gespräch zwischen Insolvenzverwalter, Vorstand und Gläubigervertretern. Kerbler war nicht dabei, er ist noch bis 21. Jänner in Übersee.














