Ara-Schuhe gehen in neue Hände
Herbert Linninger geht in Pension, Josef Pluch übernimmt die Führung am Ara-Standort Feldkirchen. 2012 wurde hier beim Umsatz die 100-Millionen-Euro-Marke geknackt. Von Astrid Jäger

Foto © KLZ/TraussnigVom Ara-Standort Feldkirchen aus wird der Verkauf für Zentral- und Osteuropa, Italien und Finnland organisiert
Wenn in den USA ein Kunde zwölf Paar Stiefel der Marke Ara bestellt, wird am Standort Feldkirchen dafür gesorgt, dass diese Stiefel zum gewünschten Liefertermin in dem Geschäft in Amerika ankommen. Schuhe, welche die Ara Shoes AG in Osteuropa und Asien produzieren lässt, werden in Feldkirchen verpackt, vorgelagert und dann in die ganze Welt verschickt. Es ist der einzige Ara-Standort in Österreich. Von hier aus wird der gesamte Verkauf für Zentral- und Osteuropa sowie für Italien und Finnland gemanagt.
Lager statt Produktion
Aus den ehemaligen Produktionshallen sind Lagerhallen geworden. Geschlossen wurde die Produktion 2006. Als in Feldkirchen noch Schuhe produziert wurden, haben zu Spitzenzeiten bis zu 1000 Mitarbeiter Beschäftigung bei Ara gefunden. Aber die Produktion wurde zu teuer. "Die Preise für Schuhe sind auf einem sehr niedrigen Niveau. Ein Schuh, der 79 Euro kostet, würde 130 Euro kosten, würde man ihn in Österreich produzieren", erklärt Geschäftsführer Herbert Linninger. Morgen beginnt sein Ruhestand. Dass der Standort in Kärnten als Logistikzentrum überhaupt nachhaltig abgesichert werden konnte, und die 35.000 Quadratmeter nicht zu einer Industrie-Ruine geworden sind, ist seine unternehmerische Leistung.
Linninger hat 1976 bei Ara-Österreich angefangen und 1992 die Geschäftsführung übernommen. Den Betrieb mit 70 fixen Mitarbeitern und 30 Leiharbeitern wird ab sofort der bisherige Vertriebsleiter Josef Pluch führen. Und er übernimmt eine gut gehende Firma. Weil der Verkauf der Ware über Österreich erfolgt, bleiben auch die Umsätze und Gewinne hier. Linninger ist es gelungen, den Umsatz in den vergangenen Jahren trotz schwieriger Marktsituation kontinuierlich zu steigern. Im Vorjahr waren es 95 Millionen Euro, heuer wurde die 100-Millionen-Grenze geknackt. "Wir stehen im Ranking der Kärntner Betriebe an 23. Stelle", sagt Linninger stolz.
"Marktposition stärken"
Pluch, der schon beinahe 30 Jahre bei Ara werkt, wird künftig auch Geschäftsführer der sechs Vertriebstöchter sein, die Ara Shoes Österreich in osteuropäischen Ländern gegründet hat. Sein Ziel ist es, "die Marktposition zu stärken und den Absatz zu sichern".
Und was manche nicht wissen: Marken wie Salamander, Think! oder Superfit gehören ebenfalls zum Ara-Konzern, bei dem weltweit 8000 Mitarbeiter beschäftigt sind und der zehn Millionen Paar Schuhe jährlich an den Kunden bringt.
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Konzern. Weltweit sind 8000 Mitarbeiter beschäftigt. Zehn Millionen Paar Schuhe werden derzeit jährlich abgesetzt. Der Konzern-Umsatz liegt bei 560 Millionen Euro.
Österreich. Ara Shoes Logistic in Feldkirchen wickelt den Versand von 4,5 Millionen Paar Schuhen jährlich ab. Es gibt in Osteuropa sechs Vertriebstöchter.














