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    Zuletzt aktualisiert: 27.12.2012 um 05:10 UhrKommentare

    Nach dem Geschäft ist vor dem Geschäft

    Nach der Hektik des Weihnachtsgeschäfts beginnt im Handel erst recht der Trubel: Was Sie über Umtausch, Gutscheine und Abverkauf wissen sollten. Von Ulrich Dunst und Wolfgang Zebedin.

    Foto © APA/Gindl

    Weihnachten ist für den Handel noch längst nicht vorbei. Der 27. und 28. Dezember sind bei den meisten Einkaufszentren im Land die stärksten Tage. An den Kassen herrscht fast noch mehr Gedränge als in der Vorweihnachtszeit.

    Es ist ein Mix aus vier Komponenten, der ab heute die Läden füllt. Da wäre der Ausverkauf, der schon vor Weihnachten begonnen hat, aber ab heute vielerorts aufs ganze Sortiment ausgedehnt wird. Dazu kommt, dass viele freihaben und die Zeit zum Einkaufen nutzen und zwei Dinge erledigen: erstens den Umtausch, wenn das Christkind danebengegriffen hat. Laut Handelsforscher Peter Schnedlitz werden rund zehn Prozent der Geschenke umgetauscht (im Versandhandel sind es mehr als 50 Prozent). Zweitens das Einlösen von Gutscheinen, zumal an die 50 Prozent der Kärntner laut Wirtschaftskammer mittlerweile Gutscheine verschenken. So wohl auch heuer. "Das mit dem Gutscheineinlösen und Umtausch verbundene Zusatzgeschäft ist für den Handel wichtig", freuen sich die Geschäftsinhaber. Eine Schattenseite des Kaufrausches: Nach Weihnachten haben auch die Schuldnerberater Hochsaison.

    Ist der Händler verpflichtet, ein Geschenk zurückzunehmen?

    ANTWORT: Nein. Entgegen der landläufigen Meinung gibt es kein gesetzliches Umtausch- oder Rückgaberecht, warnt die Arbeiterkammer (AK). Wer unsicher ist, ob das Geschenk gefällt oder passt, sollte schon beim Kauf einen möglichen Umtausch vereinbaren und dies am besten auf der Rechnung vermerken lassen. Akzeptiert der Händler freiwillig einen Umtausch, ist dies ebenso auf der Rechnung aufgedruckt. Im Versandhandel sind meist Umtausch oder Rückgabe erlaubt.

    Wo liegt der Unterschied zwischen Umtausch und Rückgabe?

    ANTWORT: Beim Umtausch darf man grundsätzlich eine andere Ware aussuchen, wer nichts findet, bekommt meist einen Gutschein. Beim Rückgaberecht wird der Kaufpreis zurückerstattet. Voraussetzung dafür ist auch hier der Kassenbon. Dabei muss die Ware noch unversehrt, in manchen Fällen sogar originalverpackt sein. Kleidung muss ungetragen sein. Von Umtausch und Rückgabe ausgeschlossen sind sehr oft preisreduzierte Produkte und Maßanfertigungen.

    Wie lange darf ich mir Zeit lassen, einen Gutschein im Geschäft tatsächlich einzulösen?

    ANTWORT: Sehr viele Unternehmen befristen die Gültigkeitsdauer ihrer Gutscheine. Wobei die AK darauf hinweist, dass Befristungen unter zwei Jahren unzulässig sind. Kann nach Ablauf einer Befristung der Gutschein nicht mehr eingelöst werden, müssen die Konsumenten laut AK jedenfalls den Kaufpreis des Gutscheins erhalten. Fehlt eine Befristung, so ist der Gutschein 30 Jahre lang gültig. Ausnahme: Die Firma geht in der Zwischenzeit in Konkurs, dann ist der Gutschein wertlos. Konsumentenschützer raten, Gutscheine im Hinblick auf den schleichenden Wertverfall durch die Inflation möglichst rasch einzulösen.

    Ist es überhaupt sinnvoll, heute einkaufen zu gehen? Sind die Angestellten im Handel nicht ohnehin heillos überlastet?

    ANTWORT: Kärntner Händler versichern, für den heutigen Ansturm vorbereitet zu sein. Immerhin kennt man das Umtausch-Phänomen bereits aus der Vergangenheit. Vielerorts wird - wie schon in der Vorweihnachtszeit - personell aufgestockt und früher mit dem Dienst begonnen. Zumal in sehr vielen Geschäften aufgrund des Ausverkaufs die Ware umetikettiert werden muss.

    Mein Geschenk hat die Bescherung nicht überlebt, was kann ich tun?

    ANTWORT: Ist die Ware kaputt, gibt es einen gesetzlichen Gewährleistungsanspruch. Bewegliche Waren wie Möbel oder Elektrogeräte muss der Händler laut AK bis zu zwei Jahre nach dem Kauf kostenlos reparieren oder umtauschen, letztlich den Preis dafür mindern oder das Geld zurückgeben. Achtung: Nach einem halben Jahr gilt Beweislastumkehr. Wichtig: Rechnung immer aufbewahren!

    25 Prozent der Österreicher bestellten heuer auch im Internet Geschenke. Welche Gefahren und Vorteile hat das?

    ANTWORT: Das große Plus bei Online-Bestellungen: Es ist generell ein kostenloses Rücktrittsrecht innerhalb von sieben Werktagen ab Erhalt der Ware ohne Angabe von Gründen vorgesehen. Zum Beispiel, wenn das Geschenk erst nach Weihnachten eintrifft. Bei Zeitschriften, entsiegelten CDs, DVDs, Spezialanfertigungen und Tickets gibt es kein Rücktrittsrecht. Ist die Bestellung mangelhaft, gilt wie bei anderen Einkäufen die Gewährleistung. Konsumentenschützer warnen jedoch, beim Online-Kauf genau zu schauen, ob die Firma seriös erscheint (Adresse beachten!) und auf mögliche versteckte Nebenkosten (Versandspesen) zu achten.

    ULRICH DUNST UND WOLFGANG ZEBEDIN

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