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    Zuletzt aktualisiert: 21.12.2012 um 09:02 UhrKommentare

    Zyperns Kreditwürdigkeit weiter herabgestuft

    Die Bonitätsnote für Zypern wurde in der Nacht auf Freitag um zwei Stufen auf CCC+ herabgestuft. Eurogruppen-Chef Jean-Claude Juncker schließt einen Schuldenschnitt nach dem Vorbild Griechenlands für Zypern aus.

    Foto © APA

    Die Ratingagentur Standard & Poor's (S&P) hat Zyperns Kreditwürdigkeit erneut herabgestuft. Die Agentur senkte in der Nacht auf Freitag die Bonitätsnote für das Euro-Mitgliedsland um zwei Stufen auf "CCC+". Auch der Ausblick sei negativ. Als Grund für die schlechtere Bewertung verwies S&P auf die schleppenden Verhandlungen mit den Euro-Partnern und dem Internationalen Währungsfonds (IWF) über die noch offenen Details eines Hilfsprogramms für das verschuldete Mittelmeerland.

    Zypern hatte im Sommer beim Euro-Rettungsschirm ESM einen Antrag auf Notkredite in Höhe von 17,5 Milliarden Euro gestellt. Davon dürften mehr als zehn Milliarden Euro in den relativ großen Bankensektor des Landes fließen.

    Eine abschließende Einigung über die Gewährung der Hilfskredite steht aber noch aus. So dringt der IWF einem Zeitungsbericht zufolge auf eine Beteiligung privater Anleihe-Investoren. Auch deutsche Politiker brachten einen solchen Forderungsverzicht ins Gespräch. Zypern trat den Spekulationen über einen Schuldenschnitt entgegen.

    S & P kritisierte die "langsamen" Verhandlungen Zyperns mit der sogenannten Troika aus EU-Kommission, Europäischer Zentralbank (EZB) und Internationalem Währungsfonds (IWF) über ein Hilfspaket. Während die finanziellen Optionen der Regierung eingeschränkt seien - "gepaart mit einer nach unserer Sicht zögerlichen Haltung der anderen Eurozonen-Staaten, die Kosten einer schweren Bankenkrise zu teilen" -, steige die Gefahr eines Staatsbankrotts, hieß es in der Mitteilung weiter.

    Zyperns Wirtschaft leidet unter einer tiefen Rezession. Außerdem wurde das Land von der Krise in Griechenland hart getroffen, weil die beiden Staaten finanziell und wirtschaftlich eng verbunden sind.

    Nach Ansicht des scheidenden Eurogruppen-Chefs Jean-Claude Juncker gehört ein Schuldenschnitt für Zypern jedoch nicht zu den prioritär zu nutzenden Instrumenten für das Land. "Ich möchte das meinerseits auch ausschließen", sagte Juncker am Freitag im Deutschlandfunk. Es sei ungesund, darüber zu spekulieren. Griechenland sei eine Ausnahme gewesen, ergänzte Juncker. "Wir haben nicht gesagt alle griechisch-sprachigen Länder, wir haben gesagt Griechenland." Zugleich gab er zu, dass es schwierig sei, dem Steuerzahler zu erklären, dass ein weiteres Land gerettet werden müsse. Dies sei bei jedem Programm nicht einfach gewesen, in der Causa Zypern sei es noch schwieriger.

    Hinsichtlich der anhaltenden Schuldenkrise erklärte Juncker, dass er noch kein Ende der Krise sehe. Aber der Gipfel sei überschritten, sagte Luxemburgs Regierungschef.


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