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    Zuletzt aktualisiert: 15.11.2012 um 21:02 UhrKommentare

    "Schwierig, aber keine massiven Einbrüche"

    Wirtschaftskammer-Präsident Christoph Leitl glaubt für 2013 sogar an Rekordbeschäftigung. Ein Interview von Astrid Jäger

    Foto © Eggenberger

    Für die nächsten Monate rechnen die Betriebe mit Auftragsrückgängen und eventuell Jobabbau. Ihre Prognose?

    CHRISTOPH LEITL: Es wird schwieriger. Aber ich rechne für Österreich für 2013 mit einem Wachstum. Und wir werden eine neue Rekordbeschäftigung erreichen. Aufgabe der Wirtschaftskammer ist es, den Optimismus zu fördern.

    Also keine Wiederholung der Wirtschaftskrise von 2009? Unternehmen wie Infineon steigen bereits auf die Bremse.

    LEITL: Es wird keine massiven Einbrüche geben. Aber wir wissen, was die Gründe für die Krise 2009 waren, und wir haben bisher nichts getan, das eine weitere solche verhindern würde. Die Spekulanten sind nach wie vor unterwegs, und deshalb ist eine Unsicherheit seitens der Unternehmen da, die bewirkt, dass weniger exportiert wird.

    Die Kaufkraft sinkt. Wie kann man gegensteuern?

    LEITL: Gerade die öffentliche Hand könnte mit ihren Monopolunternehmen etwas bewirken. Egal ob Strom, Gas oder Parken - die Preiserhöhungen sind nicht nachvollziehbar und reduzieren die Kaufkraft.

    Wichtig für das Wachstum von Unternehmen sind Innovationen. Kann Österreich hier weltweit im Spitzenfeld mithalten?

    LEITL: Wir sind im oberen Teil des zweiten Drittels, müssen bei Innovation und Qualifikation aber besser werden, sonst überholen uns die anderen.

    Gibt es zu wenig öffentliche Gelder für die Forschung?

    LEITL: Das Budget ist nicht hoch genug, um im internationalen Wettstreit am Innovationssektor mithalten zu können. Wir müssen Schwerpunkte setzen. INTERVIEW: ASTRID JÄGER


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