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Zuletzt aktualisiert: 10.11.2012 um 19:23 UhrKommentare

Der Boom beim Bettenbau

Erfreuliche Entwicklung in der Tourismuswirtschaft: Osttirol startet mit mehr als 1000 neuen Qualitätsbetten in die Wintersaison.

Foto © Ruggenthaler

Mitten in Matrei, nur einen Steinwurf vom Marktplatz entfernt, ist ein "Dorf im Dorf" aus dem Boden gewachsen. Die Häuser stehen, doch sonst ist dort nichts als Baustelle. Es wird gebaggert und gegraben. Gerüste sind noch nicht abgebaut, die Straße noch nicht asphaltiert. Nichtsdestotrotz steht definitiv fest: Der "Alpinpark Matrei" mit 250 Betten wird am 22. Dezember eröffnet. Er ist nur ein Teil der Qualitätsoffensive, die im Tourismus des Bezirkes läuft. Von Matrei über das Törl nach Kals geschaut, blickt man auf die derzeit größte Tourismusbaustelle Österreichs. Das Gradonna Mountain Resort der Kategorie Vier-Sterne-Superior mit Eröffnungstermin 8. Dezember leistet den wuchtigsten Beitrag zum Boom an neuen Hotelbetten.

Aparthotel Holunderhof

Bernhard Pichler vom Tourismusverband Osttirol sagt: "Das Gradonna hat eine Gesamtbettenzahl von 564 inklusive der sogenannten Notbetten." Baustelle ist auch an der Zettersfeld-Talstation in Gaimberg. Elektriker, Installateure und Dachdecker sind im Stress. Dort, wo einst das Hotel Stocker stand, wurde ein Neubau aufgezogen. Der Name des künftigen Vier-Sterne-Hauses: Aparthotel Holunderhof. Zum Angebot gehören 100 Betten. Am 15. Dezember sollen die ersten Gäste kommen.

Sillian und Prägraten

Mit 120 neuen Betten geht auch das Dolomitengolf Resort (Vier-Sterne-Superior) in Lavant in die erste Wintersaison. Mit dem Dolomit Royal nimmt am 8. Dezember in Sillian ein kleines, aber feines Aparthotel mit 36 Betten seinen Betrieb auf.

Und last, but not least legt auch das Naturresort Heimat mit dem "Haus Drei Plus" in Hinterbichl (Prägraten) seinen Winterstart hin. Bernhard Pichler ist überzeugt davon, dass alle laufenden Baustellen rechtzeitig beendet werden. Er unterstreicht: "Es ist ungemein wichtig, dass gerade im Qualitätsbereich etwas passiert, weil die Nachfrage nach Qualitätsbetten ständig steigt."

Die Investitionen sind für ihn ein Beweis dafür, dass es in Osttirol Zukunftsperspektiven gibt. Mit dem aktuellen Boom schnellen die gewerblichen Betten im Bezirk auf über 11.000 hinauf.

Die Gesamtbettenanzahl überspringt nach Langem wieder die 20.000er-Marke.

MICHAELA RUGGENTHALER

Daten und Fakten

Bettenentwicklung. 1990 hatte Osttirol 24.600 Betten. 2012 sind es mit den Neuzugängen knapp über 20.000.

Privatzimmer. 1990 gab es in diesem Bereich 9260 Betten, aktuell sind es 6900.

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