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    Zuletzt aktualisiert: 10.11.2012 um 18:14 UhrKommentare

    Finanzierung von Baukonzern Alpine vorerst gesichert

    Der zweitgrößte heimische Baukonzern hat bei den Kreditinstituten Schulden in der Höhe von mehr als 600 Millionen Euro. Offenbar wollen die Kreditinstitute bis Ende nächsten Jahres keine Kredite fällig stellen. Allein in Österreich hat die Firma 7.000 Beschäftigte.

    Foto © APA

    Die Finanzierung des angeschlagenen Salzburger Baukonzerns Alpine dürfte vorerst gesichert sein. Die Kreditinstitute werden bis Ende Februar 2013 keine Kredite fällig stellen. Am Freitagnachmittag habe die letzte der heimischen Banken dem sogenannten Stillhalteabkommen zugestimmt, berichteten die "Salzburger Nachrichten" in ihrer Samstag-Ausgabe.

    Über 600 Millionen Euro Schulden

    Auf Anfrage der Austria Presse Agentur wollte der Baukonzern am Samstag den Abschluss des Stillhalteabkommens noch nicht bestätigen. Der Grund liegt offenbar darin, dass die Einigung in den nächsten Tagen noch formal abgewickelt werden muss. Die Alpine hat bei den Kreditinstituten Schulden in der Höhe von mehr als 600 Millionen Euro. Bis Ende Februar soll auch eine Zwischenfinanzierung in zweistelliger Millionenhöhe ermöglicht werden. Der spanische Eigentümer FCC will bei Bedarf offenbar auch 20 bis 40 Millionen Euro als weitere Geldspritze bereitstellen - was ebenfalls nicht bestätigt wurde.

    Der Sanierungsplan für den zweitgrößten heimischen Baukonzern soll Ende Februar endgültig stehen. Das Unternehmen konzentriert sich in Zukunft auf das Kerngeschäft in Österreich und Deutschland und zieht sich aus verlustbringenden Auslandsmärkten zurück. Zur Umsetzung des Konzeptes wird noch nach einem Sanierungsmanager gesucht. Um dringend benötigtes Geld hereinzubekommen, will die Alpine Familiensilber veräußern. Darunter fallen etwa die Tochtergesellschaft Alpine Energie oder die beiden Baugesellschaften "GPS Underground Engineering" und die auf Sanierungen spezialisierte "Hazet Bau".


    Fakten

    Die Alpine steht seit heuer zu 100 Prozent im Eigentum der spanischen FCC-Gruppe. Der Konzern beschäftigt weltweit 16.000 Mitarbeiter, in Österreich sind es rund 7.000. Alpine setzte zuletzt in 30 Ländern mehr als 3,5 Milliarden Euro um, davon die Hälfte in Österreich.

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