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    Zuletzt aktualisiert: 09.11.2012 um 22:46 UhrKommentare

    So viel verdienen die Kärntner

    Klagenfurter verdienen mehr als Salzburger und Linzer. Am geringsten sind die Einkommen in Kärnten in den Bezirken Hermagor, Feldkirchen und Völkermarkt. Das alles zeigt die neue Lohnsteuerstatistik. Von Astrid Jäger und Uwe Sommersguter

    Foto © APA

    Reiche Wiener, arme Kärntner? Vergleicht man ausschließlich die Höhe der durchschnittlichen jährlichen Bruttobezüge der ganzjährig Vollbeschäftigten, müsste man die Frage eher mit Ja beantworten. Die zehn strukturstärksten Bezirke in Österreich sind laut einer Erhebung der Statistik Austria fast ausschließlich Wiener Bezirke. 84.048 Euro brutto beträgt das durchschnittliche Jahresgehalt von jemandem, der in Wien im 1. Bezirk lebt, im 6. Bezirk sind es 52.674 Euro. Mit 43.819 Euro ist aber auch Klagenfurt nicht so schlecht dabei und liegt verglichen mit den Landeshauptstädten noch vor Linz (43.000 Euro) und Salzburg (42.936 Euro) auf Platz drei. "Die Zahlen sind aber nicht sehr aussagekräftig. Wien ist zum Beispiel das Bundesland mit der höchsten Arbeitslosigkeit. Die Arbeitslosen werden in der Lohnsteuerstatistik aber nicht berücksichtigt", sagt der Wirtschaftsforscher Bernhard Felderer. Die hohen Wiener Durchschnittsgehälter würden sich auch dadurch erklären, dass die meisten Unternehmen ihre Konzernzentralen und damit auch die Top-Verdiener dort angesiedelt haben. Auch herrsche wirtschaftlich gesehen rund um Wien mehr Dynamik als in Kärnten.

    Eine Vielzahl von Ursachen für das niedrigere Lohnniveau in Kärnten ortet Volkswirt Gottfried Haber. Der kleine, ländlich strukturierte Arbeitsmarkt biete selbst besser qualifizierten Arbeitnehmern wenige Alternativen. Schlechter bezahlte Arbeitskräfte dominierten, während es an gut entlohnten Facharbeitern mangle. Zudem seien es gerade besser qualifizierte Personen mit hohen Einkommen, die aus Kärnten abwanderten, so Haber. Und je weniger hoch qualifizierte Industriejobs, umso geringer ist das Durchschnittseinkommen im Bezirk.

    Weshalb auch der Zentralraum in Kärnten mit den Städten Klagenfurt und Villach das höchste Durchschnittseinkommen ausweist, Bezirke wie Hermagor, Feldkirchen oder Völkermarkt hingegen die hinteren Ränge in der Statistik bekleiden. Es ist aber keiner der Kärntner Bezirke unter den zehn strukturschwächsten Bezirken Österreichs zu finden. Absolutes Schlusslicht ist da der steirische Bezirk Feldbach (34.799 Euro). Wobei, so Felderer, auch das nicht verwunderlich sei. Denn hier gebe es keine Industrie und würden viele Pensionisten und Pendler wohnen.

    Drittel weniger für Frauen

    Die Statistik zeigt aber auch auf, dass Frauen deutlich schlechter bezahlt sind, als Männer. Eine vollzeitbeschäftigte Frau in Spittal verdient um 42,9 Prozent weniger, in Villach sind es 35,1 Prozent. Kärntenweit am geringsten sind die Einkommensunterschiede mit 24,3 Prozent in Klagenfurt. Bezogen auf das gesamte Bundesland verdienen Frauen um 29,1 Prozent weniger als Männer.

    Eine langfristig positive wirtschaftliche Entwicklung Kärntens sieht Haber: "Die historisch bedingte Randlage lässt sich nicht von heute auf morgen wettmachen. Kärnten befindet sich jedoch in einem Aufholprozess."

    ASTRID JÄGER, UWE SOMMERSGUTER

    Grafik

    Grafik © APA/Statistik Austria

    Grafik vergrößernEinkommensverteilung ÖsterreichGrafik © APA/Statistik Austria

    Bezirke im Vergleich

    Klagenfurt Land (42.144 Euro))

    Villach (42.021 Euro)

    Villach Land (40.279 Euro)

    Spittal/Drau (39.104 Euro)

    St. Veit/Glan (38.718 Euro)

    Wolfsberg (38.153 Euro)

    Völkermarkt (37.215 Euro)

    Feldkirchen (37.075 Euro)

    Hermagor (36.515 Euro)
    (Quelle: Statistik Austria)

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