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    Zuletzt aktualisiert: 09.11.2012 um 20:22 UhrKommentare

    Im Holzland wird geerntet wie nie

    Die Holzbranche steht für 300.000 Jobs und 3,84 Milliarden Euro Handelsüberschuss. Doch von der Politik und den Ämtern fühlt man sich behindert. Auch die ÖBB stehen in der Kritik.

    Foto © APA

    Noch nie wurde in Österreich so viel Holz geerntet wie jetzt. 18 Millionen Erntefestmeter waren es im Vorjahr, das ist ein Plus von fünf Millionen seit der Jahrtausendwende. Und es wäre noch mehr möglich: Bis zu 22 Millionen Festmeter könnte man "nachhaltig" abholzen, sagt der Chef der Plattform Forst-Holz-Papier, Georg Adam Starhemberg. Denn trotz Rekordernte nimmt die Waldfläche zu - seit 1960 sind 300.000 Hektar dazugekommen. Ein Gebiet, so groß wie das Mühlviertel in Oberösterreich.

    Die Bilanz stimmt also, und auch der Holzpreis ist momentan gut. Trotzdem kennt die Branche viele Sorgen, wie dieser Tage bei einer Fachtagung am Semmering deutlich wurde. Vor allem die Ausweisung von weiteren "Natura 2000"-Schutzgebieten wird abgelehnt. Diese drohende "Außer-Nutzung-Stellung" gefährde 95.000 Jobs, rechnen die Waldbesitzer vor.

    "Wir kriegen nicht genug Holz aus dem Inland und sind sehr importabhängig geworden", klagt Wolfgang Pfarl, Präsident der Austropapier. Das liegt freilich auch an den Biomasse-Anlagen, die den Nutzungskonflikt ums Holz verschärfen.

    Eine weitere Klage betrifft die Behinderung von Holzarchitektur durch Baubehörden und Brandschutz. Noch immer stehen die Referenzprojekte im Ausland, weil hierzulande bei neun Landes-Bauordnungen oft kein Durchkommen ist. Der Schweizer Star-Architekt Hermann Blumer, der Sensations-Holzbauten mit bis zu 300 Meter Spannweite baut, ermutigt die Österreicher zu forscherem Auftreten. So ist etwa der Flughafen Oslo ein zehnstöckiges Holzgebäude. Den neuen Turm als Pyramidenkogel bei Keutschach wertet er als Projekt mit europaweiter Wirkung.

    Ein Viertel fährt per Bahn

    Ein Dauerthema ist der Holztransport. In der Kritik stehen die ÖBB, deren Tochter Rail Cargo Austria Holzverladeplätze außer Betrieb nehmen will. Allerdings erfolgt nur ein Viertel der Holztransporte per Bahn. In Wahrheit denkt man an die Straße: Das Lkw-Höchstgewicht solle von 38 auf 44 Tonnen gehoben werden. Das ist kein Umwelt-Signal, aber die "Hölzernen" sehen sich im Recht: Holzverwendung sei Klimaschutz. Die Erderwärmung trifft übrigens auch diese Branche. Der Forscher Peter Mayer nennt Eiche und Kiefer als "Gewinner" des Klimawandels in unseren Breiten.

    Die Nutzungskette vom Wald bis zu Zellstoff und Papier erwirtschaftet in Österreich einen Produktionswert von 12 Milliarden Euro pro Jahr. Im Papier- und Faserbereich wird viel geforscht, hergestellt werden etwa Parfum (aus Baumharz), Medizinprodukte und Textilien. Allerdings kämpft der Papier-Sektor mit rückläufiger Nachfrage und zurückgehenden Investitionen. "Diese Tendenz muss umgedreht werden", mahnt Christian Skilich von der Firma Mondi.

    Wie sehr die Holzbringung unter Kostendruck stöhnt, schildert etwa Förster Johannes Loschek von Mayr-Melnhof-Holz: "Die Rationalisierung ist zu einem Hundertstelkrimi geworden."

    ERNST SITTINGER

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