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    Zuletzt aktualisiert: 09.11.2012 um 20:23 UhrKommentare

    20 Zentimeter Holz statt dicker Mauern

    Stora Enso liefert das Rohmaterial für das höchste Holzwohnhaus Europas. Von Thomas Cik

    162 Wohnungen sollen im Holzbaukomplex Polaris in Mailand entstehen

    Foto © KK/Stora Enso162 Wohnungen sollen im Holzbaukomplex Polaris in Mailand entstehen

    Buchacher in Hermagor, Griffner Haus oder die Experten von Weißenseer: Als Baustoff feiert Holz seit Jahren seine Renaissance - mit Kärntner Firmen als Technologieführer voran.

    Die Holzverarbeiter von Stora Enso aus dem Lavanttal setzen den bekannten Dimensionen nun noch eine Etage auf und liefern das Material für das höchste Holzwohnhaus Europas. Auf neun Stockwerken werden beim "Polaris"-Projekt in Mailand 6100 Kubikmeter Holz verbaut, insgesamt 162 Wohneinheiten sind geplant.

    "Dass man dieses Projekt überhaupt abwickeln kann, hängt mit der Beschaffenheit der Bretter zusammen", erklärt Gernot Weiß von Stora Enso. Das Brettsperrholz ist kreuzweise verleimt und dadurch extrem belastbar. "Man kann das glauben oder nicht, aber 20 Zentimeter von unserem Brettsperrholz leisten mehr als Mauern, die einen Meter dick sind", sagt Weiß. Die Bretter verlassen das Werk in Bad St. Leonhard im Format drei mal 16 Meter, in Mailand werden sie dann verleimt und verschraubt. "Türen und Fenster werden erst vor Ort gefräst", sagt Weiß. "Im Grunde wie bei einem Fertighaus." Vor Ort werden schließlich noch Innenverkleidungen aus Gipskarton und Dämmmaterial samt Verputz angebracht. 2013 soll der Wohnblock fertig sein. "Am Ende sieht man nicht, dass man es mit einem Holzhaus zu tun hat, aber man spürt es." Die Isolierung sei besser, die Erdbebensicherheit höher und sogar der Schallschutz sei effizienter als bei gewöhnlichen Häusern.

    Zukunftssparte

    Die Verbindung nach Italien stellte übrigens ein anderes Kärntner Unternehmen her: Mak Building aus Haimburg bei Völkermarkt. "Wir betreiben seit Jahren ein Pelletswerk und arbeiten intensiv mit Stora Enso zusammen. Da wir 90 Prozent unserer Produktion ins Ausland verkaufen, haben wir angeboten auch das Brettsperrholz zu vertreiben", sagt MAK-Geschäftsführer Jürgen Winkler.

    Für Stora Enso ist die Sparte in Zeiten der Flaute am Bau ein Zukunftssegment. "Wir verzeichnen hier ein Wachstum von mehr als 25 Prozent", sagt Weiß. Von den 260 Mitarbeitern in Bad St. Leonhard würden schon 50 an den Brettsperrhölzern arbeiten.

    THOMAS CIK

    FAKTEN

    Stora Enso. 260 Mitarbeiter erwirtschaften einen Umsatz von zuletzt 93 Millionen Euro.

    MAK Building ist eigentlich für die Pellets- Produktion bekannt. 2011 machten 32 Mitarbeiter 33 Millionen Euro Umsatz.

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