Springe zu: Inhalt | Hauptnavigation | Seitenleiste | Fußzeile
23. Mai 2013 03:45 Uhr | Als Startseite
Neu registrieren
 
Der Kampf des neuen Mittelstands ÖBB starten Zugradar Voriger Artikel Aktuelle Artikel: Wirtschaft Nächster Artikel Der Kampf des neuen Mittelstands ÖBB starten Zugradar
Zuletzt aktualisiert: 29.10.2012 um 21:55 UhrKommentare

So retten Sie Ihr Geld durch die Zinsflaute

Die Zinsen für Sparbücher und Sparguthaben liegen deutlich unter der Inflation. Mit einem breit gefächerten Veranlagungs-Mix kann man wenigstens den Wertverlust verhindern. Wir verraten Ihnen, worauf es ankommt.

Foto © vieraugen - Fotolia

Dem Weltspartag am Mittwoch blicken die heimischen Sparer mit gemischten Gefühlen entgegen. Denn einerseits sind die Zeiten vorbei, in denen man für kurzfristig verfügbares Sparbuch-Geld hohe Zinsen bekam, die wenigstens die Teuerungsrate abgegolten haben. Andererseits ist den Österreichern nach dem Finanzcrash der Jahre 2008/09 die Lust auf riskantere - und daher höher verzinste - Anlageformen vergangen.

Ein Grundsatz gilt nach wie vor: Es gibt keinen hohen Ertrag ohne hohes Risiko. Dieses Risiko ist aber bei den diversen Veranlagungen unterschiedlich ausgeprägt. Aktien bieten derzeit gute Chancen, sie können sich aber in jede Richtung entwickeln, ohne dass dahinter "vernünftige" Gründe stehen müssen. Bei Anleihen mit Fixzinsen riskiert man den Zahlungsausfall des Schuldners, aber auch Kursrückgänge, falls das Zinsniveau während der Laufzeit steigt.

Gold wird nicht verzinst, es "lebt" nur von der Wertsteigerung, birgt aber das Währungsrisiko zum Dollar. Eine andere Frage ist, wie leicht man aus einem Investment wieder aussteigen kann, falls man Geld braucht. Das fällt bei Sachwerten (vor allem Immobilien) schwer.

Anleihen

Der Staat Österreich konnte sich über Staatsanleihen noch nie so billig Geld holen wie aktuell. Die Papiere sind trotz niedrigen Zinsen stark gefragt. Profis halten Staatsanleihen für sicher, geben aber zwei Ratschläge: Erstens soll man zu inflationsgeschützten Anleihen, etwa aus Deutschland oder Frankreich, greifen. Zweitens: Nicht alles auf den Euro setzen, sondern auch norwegische, dänische, australische oder kanadische Papiere nehmen.

Etwas anders verhält es sich bei Unternehmensanleihen. Einige Turbulenzen (z.B. Baukonzern Alpine) haben in diesem Segment Unsicherheit erzeugt. Die Gefahr: Unternehmen können pleite gehen. Außerdem könnte der Anleihemarkt austrocknen, die Anleihen können dann kaum verkauft werden.

Sparbuch

Weil die aktuelle Inflationsrate (2,5 - 2,7 Prozent) zumeist über den Sparbuchzinsen liegt, bringt das täglich fällige Eckzins-Sparbuch eine negative Realverzinsung. Das Geld wird weniger wert, man kann sich weniger darum kaufen. Trotzdem hat das Sparbuch einen Sinn: Man hat jederzeit Zugriff auf das Geld. Experten raten, auf Sparbüchern nur Beträge zu parken, die man in den nächsten 12 bis 24 Monaten für absehbare Anschaffungen braucht.

Geld, das man länger nicht benötigt, kann man zum Teil in gebundenen Kapitalsparbüchern oder im Bausparen veranlagen. Zwar bleibt die Rendite bescheiden. Aufgrund der staatlich garantierten Einlagensicherung (bis 100.000 Euro pro Kunde und Bank) ist diese Sparform aber sehr sicher.

Aktien

Die Nachfrage nach Aktien ging in den letzten Jahren kontinuierlich zurück, in Österreich versuchen sich gerade einmal drei Prozent der Anleger in dieser Kategorie. Profis raten das Gegenteil: Ein gesunder Veranlagungs-Mix soll bis zu 30 Prozent Aktienanteil enthalten.

Vorteile der Aktie: Sie ist in gewissem Sinn inflationsgeschützt, da dahinter ein realer Wert (Unternehmensanteil) steht. Und viele Titel sind noch immer günstig zu haben. "Wir sehen Dividendenrenditen von 3,5 bis acht Prozent, das bietet kein anderer Bereich", sagt Schöllerbank-Chef Heimo Haidmayer. Er empfiehlt Lebensmittelkonzerne wie Kraft Foods, Nestlé und "defensive Pharma-Werte" wie Roche oder Johnson & Johnson. Ein Tipp sind auch Aktienfonds.

Immobilien

Immobilien sollte man nach wie vor als langfristiges Investment sehen, das sich erst nach gut zehn Jahren wirklich rechnen kann. Die attraktivsten Immobilien findet man in der Steiermark zurzeit im Großraum Graz. Rainer Stelzer, Vorstand der Raiffeisen Landesbank Steiermark, empfiehlt vor allem "Wohnungen mit einer Fläche zwischen 50 und 90 Quadratmeter". Diese sind stark nachgefragt und im Notfall auch leichter verkaufbar.

Die Preise für Grund und Boden sind zuletzt stark gestiegen, möglicherweise geben sie künftig nach. Die "Blase" könnte also platzen. Bei anderen Sachwerten (etwa Kunst, Antiquitäten) gilt: Empfehlen kann man nur ein Investment, wo sich der Kunde gut auskennt. Sonst besteht größte Verlustgefahr.

Gold

Gold ist der Gewinner der letzten (Krisen-)Jahre. Auch heuer scheint sich der Griff zum Edelmetall zu lohnen: 2012 ist auf dem besten Weg, das elfte Jahr in Folge mit einem steigenden Goldpreis zu werden. Anleger sollten aber bedenken, dass Gold keine Zinsen bringt und zudem in Dollar notiert ist - es gibt also ein Währungsrisiko. Lukrativ ist Gold nur wegen der Sicherheit und wenn man weitere Kursanstiege erwartet. Derzeit liegt der Goldpreis bei gut 1700 Dollar je Feinunze. Experten halten einen Preis von 2000 Dollar in naher Zukunft zumindest kurzzeitig für möglich, es kann aber genauso gut auch abwärtsgehen. Die Mehrheit der Anleger sieht Gold als eine Art Versicherung und nicht als spekulative Anlageform.

Links zum Thema

ERNST SITTINGER, MARKUS ZOTTLER

Weltspartag

Am Mittwoch laden Banken und Sparkassen ihre Kunden zum Weltspartag. Es gibt kleine Geschenke, Kuchen, Brötchen, Getränke. Zins- aktionen sind heuer rar gesät.

KLEINE.tv

Sulm-Kraftwerk: Ein Hauch von Hainburg

Etwa 250 Menschen demonstrierten in Schwanberg gegen Ein Wasserkraftwerk...Bewertet mit 3 Sternen

 

Wirtschaftsblog

Roman Huber - Foto: Jürgen Fuchs

Kommentiert: Trends und News aus Wirtschaft und Hochfinanz.

 




Forum: Spüren Sie die Krise?

Fotolia: Light Impression

Kleine Zeitung Akademie

Wissen für Leser: Die Kleine Zeitung Akademie bietet Ihnen ein vielfältiges Angebot an Seminaren und Veranstaltungen zu den Themen Journalismus, Medien- und Öffentlichkeitsarbeit. Proftieren auch Sie vom Know-how unserer Mitarbeiter!

 

Wirtschaft-Fotoserien

Die Primus-Gala und ihre Gewinner 

Die Primus-Gala und ihre Gewinner

 

Lebe deinen Plan!

Service

 


Seitenübersicht

Zum Seitenanfang