Springe zu: Inhalt | Hauptnavigation | Seitenleiste | Fußzeile
25. Mai 2013 02:51 Uhr | Als Startseite
Neu registrieren
 
"Billig"-Viagra: Branche wittert das große Geschäft Androsch: "Den Standort jahrelang durchgefüttert" Voriger Artikel Aktuelle Artikel: Wirtschaft Nächster Artikel "Billig"-Viagra: Branche wittert das große Geschäft Androsch: "Den Standort jahrelang durchgefüttert"
Zuletzt aktualisiert: 28.10.2012 um 22:40 UhrKommentare

Der Frust der Sparer

170 Euro im Monat legen die Österreicher durchschnittlich zur Seite - Tendenz fallend. Denn die Zeiten für Sparer sind schlecht. Die Geldentwertung frisst die kargen Zinserträge auf.

Foto © Fotolia / Jakub Krechowicz

Peter Bosek, Vorstand der Erste Bank, beschönigt nichts: "Es ist im Moment unerquicklich auf der Sparerseite." Die Inflation betrug im September 2,7 Prozent, die Zinsen für täglich fällige Guthaben liegen aber selbst bei besten Konditionen deutlich darunter. Von wegen Weltspartag. Experten sind sich einig, dass die Zinsen sich in den nächsten Jahren nicht erholen werden.

Auch die Erste wird den Sparern am Mittwoch kein Zinszuckerl anbieten, was die Österreicher aber nicht davon abhält, die lieb gewordene Tradition hochzuhalten. Je nach Umfrage zwischen 1,2 und 1,5 Millionen Kunden wollen am 31. Oktober ihrer Hausbank einen Besuch abstatten. Denn dieser vertrauen 57 Prozent bei der Geldanlage, hingegen prüfen nur 27 Prozent Angebote auf dem Markt.

170 Milliarden Euro befinden sich hierzulande auf täglich fälligen Konten, im Schnitt legen Österreicher 170 Euro im Monat zur Seite, die Vorarlberger sind mit 194 Euro die Sparmeister der Nation.

Trotzdem schlagen das Zinstief und diverse Krisen Kerben in unsere Spargesinnung: Die Sparleistung geht laut Anlagebarometer der Bank Austria (BA) deutlich zurück. 62 Prozent sagen, dass sie heute weniger auf die hohe Kante legen als vor drei Jahren. Je nach Berechnungsart kommt die Sparquote auf sieben bzw. acht Prozent und ist damit weit niedriger als früher, bestätigt Bosek (Erste). Steigende Preise für Energie, Gebühren oder Mieten schmälern das Sparpotenzial. Außerdem sagen immerhin 40 Prozent, dass sie das Geld lieber ausgeben.

Es wird zwar weniger gespart, doch bei den Sparformen zeigen sich die Österreicher konservativ wie eh und je. Sparbücher, Bausparen und Online-Sparkonten sind die einzigen Anlageformen, die zulegen konnten, von 75 Prozent (2011) auf 77 Prozent. Deutliche Rückgänge gab es laut Bank Austria zuletzt bei Lebensversicherungen, der staatlich geförderten Zukunftsvorsorge und sogar Immobilien, Gold und Silber verloren in der Gunst.

Das Sparbuch ist einfach, gilt als sicher und wird auch als Überbrückung gesehen, sagt BA-Vorstand Rainer Hauser. Die Marktforscher von GfK Austria sehen die Begeisterung fürs Sparbuch allerdings sinken. Goldene Anlagetipps sind im Moment rar. Finanzmarkt-Expertin Sonja Buchinger spricht von einem "Alternativen-Vakuum" für Sparer.

HANNES GAISCH

Weltspartag

Am Mittwoch laden Banken und Sparkassen ihre Kunden zum Weltspartag. Es gibt kleine Geschenke, Kuchen, Brötchen, Getränke. Zins- aktionen sind heuer rar gesät.

Lexikon

Der Weltspartag wurde auf dem ersten internationalen Sparkassenkongress im Oktober 1924 in Mailand beschlossen, den ersten Weltspartag begingen die europäischen Sparkassen am 31. Oktober 1925. Das Ziel war die Förderung des Spargedankens. Im Nationalsozialismus wurde dieser Tag zur Kriegsfinanzierung missbraucht, nach 1955 kam es in Österreich zu einer Renaissance unter dem Motto "Gut haushalten". 1989 erklärte auch die UNO den 31. Oktober zum Weltspartag.

Kinder verbanden den Anlass früher vor allem mit dem Sparefroh, der in Deutschland entstand, aber in Österreich Mitte der 1950er-Jahre als Werbefigur der Sparkassen populär wurde. In den 1980er-Jahren sank die Beliebtheit, 2006 bekam der Sparefroh einen Neustart verpasst.

KLEINE.tv

Sulm-Kraftwerk: Ein Hauch von Hainburg

Etwa 250 Menschen demonstrierten in Schwanberg gegen Ein Wasserkraftwerk...Bewertet mit 4 Sternen

 

Wirtschaftsblog

Roman Huber - Foto: Jürgen Fuchs

Kommentiert: Trends und News aus Wirtschaft und Hochfinanz.

 




Forum: Spüren Sie die Krise?

Fotolia: Light Impression

Kleine Zeitung Akademie

Wissen für Leser: Die Kleine Zeitung Akademie bietet Ihnen ein vielfältiges Angebot an Seminaren und Veranstaltungen zu den Themen Journalismus, Medien- und Öffentlichkeitsarbeit. Proftieren auch Sie vom Know-how unserer Mitarbeiter!

 

Wirtschaft-Fotoserien

Die Primus-Gala und ihre Gewinner 

Die Primus-Gala und ihre Gewinner

 

Lebe deinen Plan!

Service

 


Seitenübersicht

Zum Seitenanfang